Vom Aussterben bedroht?

04.01.2009

Tierische Gewinner und Verlierer - Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier

Filed under: — site admin @ 12:26 pm

WWF-Deutschland zählt in einer Jahresbilanz vom 29.12.2008 die tierischen Gewinner und Verlierer des Jahres 2008 auf. Die Verlierer sind u.a. der Iberische Luchs, der Rote Thun, die Abingdon-Riesenschildkröte, die Menschenaffen sowie diverse Amphibien- und Froschspezies. Zu den Gewinnern zählen Wolf, Buckelwal und Afrikanischer Elefant.

Zucht: Roter Thun / Spix-Ara

Filed under: — site admin @ 12:17 pm

Spiegel Online berichtet am 23.12.2008, dass eine Massenzucht in Gefangenschaft den vom Aussterben bedrohten Roten Thunfisch retten soll. Des Weiteren hat der Artikel von Richard Ellis auch viele Informationen zur Überfischung und anderen Thunfischarten zu bieten

Wie die Frankfurter Rundschau am 19.12.2008 mitteilte, ist die Zucht eines in freier Wildbahn ausgerotteten Spix-Aras gelungen. Vor etwa einem Monat sei ein Spix-Ara bei meinem märkischen Züchter geschlüpft. Dieser Jungvogel ist damit der einzige im Jahre 2008 geschlüpfte Spix-Ara. Weltweit leben noch etwa 80 Exemplare dieser seltenen Vögel in Gefangenschaft.

18.12.2008

Aggressive Nager gefährden den Fortbestand von Vogelarten

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Spiegel Online berichtet über aggressive Nager, die auf der Atlantikinsel Gough seltene Vogelarten angreifen und an den Rand des Aussterbens bringen. Bei den gefährlichen Nagetieren handelt es sich um Mäuse, die sich inzwischen so stark vermehrt haben, dass mehrere Vogelarten auf der Insel vom Aussterben bedrohnt sind. Vermutlich bewohnen derzeit etwa eine Million Mäuse Gough.
Die Mäuse sollen trotz des immensen Größenunterschieds den Nachwuchs von Albatrossen und Sturmvögeln aufgefressen haben. Nun ist insbesondere der Fortbestand des Tristan-Albatrosses gefährdet. Andere Arten, die durch die Mäuse bedroht werden, sind die Gough-Ammer und der Schlegelsturmvogel

15.12.2008

Drei Viertel der Fischbestände überfischt

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Die Online Ausgabe der Frankfurter Rundschau berichtet (und bezieht sich dabei auf einen Bericht des WWF), dass mehr als drei Viertel der weltweiten Fischbestände überfischt sind.
Besonders gefährdet sei der Rotbarsch, auf den Verbraucher besser verzichten sollten. Der WWF fordert, die Tiefsee-Fischerei komplett einzustellen. Des Weiteren ruft er dazu auf, nur noch Fisch mit dem blauen Öko-Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) zu kaufen. Auch soll man die Finger von tropischen Shrimps und Paella lassen.

14.12.2008

Erderwärmung bedroht Ostsee-Robben

Filed under: — site admin @ 5:11 pm

Spiegel Online schreibt, dass das Leben in der Ostsee gefährdet ist aufgrund der globalen Erderwärmung. Würde die Wassertemperatur steigen, hat dies einen negativen Einfluss auf die Nährstoff-Verteilung in der Ostsee; die Blütezeit des Planktons würde früher als üblich einsetzen. Man befürchtet eine massive Veränderung des ökologischen Gleichgewichts in der Ostsee, was eine eine Gefahr für Fische und etliche Säugetiere darstellen würde.

12.12.2008

Verschleppte Elefanten enden als Touristen-Entertainer

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Am 12.12.2008 warnt der WWF auf seiner Website vor dem Reiten auf illegalen Elefanten in thailändischen Urlaubsregionen. Oftmals handelt es sich bei den Tieren nicht um domestizierte Hauselefanten, sondern um gewilderte Tiere aus dem Dschungel. Des Weiteren werden viele Elefanten für den illegalen Elfenbeinhandel gewildert.

Klimawandel gefährdet Lebensraum der Tagfalter

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Am 11.12.2008 steht in der Druckausgabe der Frankfurter Rundschau, dass Europas Schmetterlinge durch den Klimawandel in Gefahr sind. Wenn die Temperatur weiter ansteigt, verliert jede vierte Schmetterlingsart bis 2080 ihren jetztigen Lebensraum. Besonders bedroht sind das Große Wiesenvögelchen und der Braunfleckige Perlmuttfalter.
Ausführlicheres zum Thema gibt es auf nationalgeographic.com (European Butterflies Threatened by Climate Change) und auf der Seite des NABU (Wo bleibt noch Platz zum Flattern?).

25.08.2008

Bodensee: Ein Hafen für exotische Tiere

Filed under: — site admin @ 1:00 pm

Die Frankfurter Rundschau Online schreibt, dass sich im Bodensee seit einigen Jahren verstärkt neue Tierarten ausbreiten. Die ökologischen Folgen dieser sogenannten Neozoen sind weitgehend unbekannt. Eingeschleppt wurden sie durch die Öffnung von Wasserwegen und die Handelsschifffahrt, wie der Neozoenforscher Patrick Steinmann sagte. Seit 2002 wurden im Bodensee vier neue Tierarten festgestellt, wie ein Sprecher des Umweltministeriums sagte.
So tauchte die ein bis anderthalb Zentimeter lange Donau-Schwebegarnele das erste Mal 2006 in der Bregenzer Bucht auf. Inzwischen gibt es sie in riesigen Schwärmen im ganzen Bodensee.
Auch der aus dem Kaukasus eingewanderte Höckerflohkrebs wurde im Bodensee festgestellt. Er vertilgt in rauen Mengen einheimische Flohkrebse, Wasserasseln und Wasserinsekten. Der zwei Zentimeter messende Fremdling ist vor sechs Jahren das erste Mal im Bodensee gesichtet worden.
Große Sorgen verursacht gegenwärtig die aus dem Schwarzmeer-Gebiet stammende Quagga-Muschel. Auf ihrem Vordringen rheinaufwärts - Richtung Bodensee - ist sie bereits in Karlsruhe angelangt. Das Schalentier lebt in der Tiefe und ist gefürchtet, weil es in großen Massen Ansaugschächte für das Trinkwasser verstopfen kann. Der Bodensee ist Trinkwasserspeicher für rund fünf Millionen Menschen.
Für diese Migration sind die Menschen verantwortlich: “Schuld daran ist die Mobilität im Wassersport, die Öffnung der Wasserwege und auch die Handelsschifffahrt”, sagte Experte Steinmann. Die Verschleppung der Organismen erfolge groß- und kleinräumig: einerseits durch Frachtschiffe, die außereuropäisches Ballastwasser ungefiltert in europäischen Häfen ablassen, andererseits durch die Öffnung von Wasserwegen wie im Fall des Rhein-Main-Donau Kanals.
Freizeitboote, die beispielsweise vom Bodensee in den Zürichsee oder in andere Gewässer wechselten, sorgten zudem für die kleinräumige Verteilung der fremden Organismen. Einige dieser Arten könnten sowohl im Süß- wie im Salzwasser leben.
Seit drei Jahren befasst sich das Forschungsprojekt Anebo - Aquatische Neozoen im Bodensee - mit den tierischen Neuzuzügern. In einem Zwischenbericht heißt es, dass das Neozoen bestimmt Auswirkungen auf das Ökosystem haben werde, jedoch seien die Folgen noch nicht absehbar.

03.07.2008

Aga-Kröten verursachen Todeswelle bei Süßwasserkrokodilen

Filed under: — site admin @ 6:24 pm

In den Umweltschutz-News steht, dass Aga-Kröten, eine invasive Art, eine Todeswelle bei den Süßwasserkrokodilen verursachen.
Forscher der University of Sydney haben einen teilweise massiven Bestandsrückgang bei den Australienkrokodilen (Crocodylus johnsoni) im Northern Territory beobachtet. Dafür verantwortlich macht die Gruppe um den Biologen Mike Letnic die giftige Aga-Kröte (Bufu marinus), die in den 1930er Jahren zur Schädlingsbekämpfung von Südamerika nach Nordaustralien eingeführt wurde und sich seitdem erschreckend schnell west- und südwärts verbreitet hat.
Beim Vergleich mit den Verbreitungsgebieten der Aga-Kröten, die ein auf viele Arten tödlich wirkendes Gift aus Drüsen an Kopf und Rücken ausscheiden, zeigte sich, dass überall dort, wo die “Invasionsfront” der Kröten durchgezogen war, eine enorme Todesrate bei den Krokodilen zu verzeichnen war.
Teilweise waren die Bestände seit dem Jahr 2005 um 77 Prozent zurückgegangen. Diese Zahlen sind für die Forscher sehr beunruhigend. Denn wenn Räuber wie das Australienkrokodil, das an der Spitze der Nahrungskette steht, verschwindet, könne dies “eine ganze Kaskade von Veränderungen im Ökosystem, die schwierig vorherzusagen sind” nach sich ziehen. Die Bestände von Waranen und einigen Schlangenarten hätten die Kröten bereits erfolgreich dezimiert.
Eine Verbindung zwischen der Verbreitung der Aga-Kröten und dem Massensterben der Australienkrokodile aufzudecken, habe sich allerdings als nicht ganz einfach erwiesen, berichtet Letnic. Da die Krokodile die Kröten relativ schnell verdauen sind nur selten Spuren auffindbar. Die “Todeswelle” habe sich aber mit der Krötenwanderung stromaufwärts bewegt, ein Indiz für den Zusammenhang. Zudem würden die Kröten und Krokodile oft in nächster Nähe zueinander gesichtet.
Angesichts der fehlenden Fressfeinde konnten sich die bis zu 26 Zentimeter langen und bis zu 2,5 Kilogramm schweren Aga-Kröten nach ihrer Einfuhr großräumig ausbreiten. Sie gewinnen jährlich 40 bis 50 Kilometer zusätzliches Terrain. Aus einigen tausend eingeführten Kröten, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung auf den australischen Zuckerrohrplantagen dienen sollten, sind Schätzungen zufolge nunmehr über 100 Mio. Tiere geworden. In einigen Landesteilen zählen die Kröten gar zu den häufigsten Wirbeltierarten. Versuche, die Ausbreitung der Amphibien zu stoppen, sind bisher erfolglos geblieben.

28.06.2008

Kabeljaukollaps in der Nordsee

Filed under: — site admin @ 5:23 pm

Der Internationale Rat zur Erforschung der Meere (ICES), in dem 1600 Meeresexperten vertreten sind, hat heute empfohlen, den Kabeljaufang in der Nordsee komplett einzustellen, bis der Bestand sich erholt, so eine Pressemitteilung des WWF. Der WWF appelliert an die Fischereiminister der EU, die Warnungen der Wissenschaftler endlich ernst zu nehmen und die Fangquote auf Null zu setzen. Die Fischerei habe erneut bewiesen, dass sie mit den Meeresressourcen nicht verantwortungsvoll genug umgeht.
Die Nachricht kommt unerwartet, denn im vergangen Jahr waren erste Anzeichen für eine Erholung der Kabeljaubestände zu erkennen. Der ICES hielt daraufhin eine Fischerei in geringem Maße für vertretbar. „Offenbar war das für die Fischereiindustrie das Signal, die Bestände noch rücksichtsloser auszubeuten“, so Karoline Schacht, Fischereireferentin beim WWF Deutschland. Man fischte nicht nur zuviel, sondern vor allem viel zu viele kleine Fische. „Der Kabeljau geht beim Fang auf andere Arten wie Kaisergranat oder Schellfisch ins Netz. Hunderte Tonnen zu kleiner Exemplare werden dabei ungenutzt wieder über Bord geschmissen und nicht auf die Fangquote angerechnet“, so Karoline Schacht. Für den WWF ist es ein Skandal, dass der sogenannte Rückwurf derzeit ebenso hoch ist wie die Menge des angelandeten Kabeljaus. „Mit diesem verschwenderischen Raubbau bringt die Fischerei nicht nur den Kabeljau in Bedrängnis sondern sie begeht mittelfristig Selbstmord“, so Schacht.
Für den WWF ist es überfällig, in den Fischereien mit viel Kabeljau-Beifang umgehend auf technische Lösungen zu setzen. Viele davon sind bereits erprobt und können den Beifang erheblich reduzieren. So bald wie möglich müssten diese Lösungen zur Pflicht werden, um den Beifang in allen Fischereien zurückzufahren. Die EU-Minister dürften die wissenschaftlichen Empfehlungen nicht erneut ignorieren.

13.06.2008

Thunfische im Mittelmeer - Gejagt bis zur totalen Erschöpfung

Filed under: — site admin @ 4:23 pm

In der Süddeutschen Online findet sich heute ein langer Artikel über die Jagd auf Thunfische im Mittelmeer. Die EU-Kommission verbietet den industriellen Fang von Thunfisch im Mittelmeer. Das ist auch dringend notwendig, denn der Rote Thun steht am Rande der Auslöschung.

In der Dunkelheit wirkt die Kaimauer wie das Gerippe eines Urzeitfisches. Dutzende rostige Anker liegen herum. Ein paar Männer kommen auf alten knatternden Mopeds. Die Hafenstraße entlang, vorbei an der Fischfabrik und einer kleinen Kapelle. Die Ersten steigen in ihre Boote, lehnen an der Reling, gähnen und frösteln.
Es ist fünf Uhr früh und ungewöhnlich kalt für Anfang Juni. Dann kommt das Signal: alle da. Mit brummenden Dieselmotoren verlassen die Schiffe den Hafen. Vier hölzerne Kutter, etwa 50 Mann Besatzung, ein halbes Dutzend Beiboote im Schlepptau. Es ist die Thunfischflotte von Barbate.
Die Fangsaison an der südspanischen Atlantikküste geht bereits zu Ende, und wieder war es ein enttäuschendes Jahr. Kaum mehr als 6600 Thunfische gingen den Fischern seit Anfang Mai ins Netz.

[…]

11.06.2008

Nabu kritisiert mangelnden Tierschutz / Wölfe in Deutschland

Filed under: — site admin @ 5:23 pm

Zehn Jahre nach ihren ersten Spuren in Ostdeutschland sind wildlebende Wölfe nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) auch in westlichen Bundesländern heimisch geworden, wie die Frankfurter Rundschau mitteilt. Es gebe aber in ganz Deutschland erst drei Wolfsrudel, die mit Gewissheit Welpen aufzögen, teilten die Naturschützer in einer ersten Bilanz mit. Die meisten Tiere streiften nach wie vor durch die Lausitz. Doch auch in Niedersachsen und Hessen seien Wölfe gesichtet worden. Beim Artenschutz gebe es weiterhin Lücken - vor allem beim Nebeneinander von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern, kritisierten die Naturschützer.
Vor 150 Jahren galten Wölfe in Deutschland als ausgerottet. Mit wenigen neuen Rudeln sind sie nach Einschätzung des NABU nun die seltensten Säugetiere des Landes. Dass Wölfe trotz des dichten Verkehrsnetzes ohne Hilfe von Ostdeutschland bis nach Hessen und Niedersachsen gewandert seien, werten die Naturschützer als “großes Glück”. Allein fünf Tiere seien nachweisbar bei Unfällen getötet worden.
Wilde Wölfe sind in ganz Europa streng geschützt. In Deutschland mangele es aber weiter an länderübergreifenden Konzepten für den Umgang mit den Rückkehrern, kritisierten die Naturschützer. “Bei den Schutzbemühungen gibt es große Lücken, vor allem wenn es darum geht, das Nebeneinander von Mensch und Wolf zu regeln”, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Er forderte von den Ländern weitere Wildtier-Managementpläne. So dürfe die illegale Tötung eines Wolfes kein Kavaliersdelikt mehr sein. “Das ist eine Straftat”, ergänzte Tschimpke. Beim Neubau stark befahrener Straßen müssten Brücken für Wildtiere mit eingeplant werden.
Seit 1998 gibt es nach NABU-Angaben wieder Wölfe in Deutschland. 2000 wurden in der Muskauer Heide (Sachsen) erstmals freilebende Wolfswelpen geboren. Heute lebten in der Lausitz drei Rudel mit etwa 20 bis 25 Tieren. Einzelne Wölfe bewegten sich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Hessen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bestehe Hoffnung auf jeweils ein neues Rudel.

Haie im Mittelmeer fast ausgestorben

Filed under: — site admin @ 5:19 pm

Historische Aufzeichnungen belegen, dass die Zahl der Raubfische im Mittelmeer in den vergangenen 200 Jahren massiv zurückgegangen ist, so die Süddeutsche Zeitung Online.
In den vergangenen 200 Jahren ist die Zahl der Haie im Mittelmeer massiv zurückgegangen. Von manchen Arten gibt es nur noch ein Zehntausendstel der einst vorhandenen Menge.
Der Hauptgrund für den Rückgang ist die Überfischung. In der Vergangenheit wurden die Meeresräuber massenhaft als lästiger Beifang getötet. Entsprechend tauchten die Tiere nie in offiziellen Fangquoten auf. Hinzu kommt, dass Haie relativ langsam aufwachsen, sodass sie durch die Fischerei leicht dezimiert werden.
“Haie hatten in der Vergangenheit wenig wirtschaftlichen Wert”, klagt Rebecca Greenberg von der Artenschutzvereinigung Oceana im Britischen Rundfunk BBC.
Entsprechend wurden die Tiere nie beachtet, wenn Fangquoten und Bestandsregulierungen zwischen Regierungen und Fischern ausgehandelt wurden. “Sie sind unter dem Radar durchgeschlüpft”, sagt Greenberg.
Es gibt 47 Haiarten im Mittelmeer. Von den fünf wichtigsten Räubern unter ihnen konnten die Forscher genügend historische Aufzeichnungen finden, um abzuschätzen, wie stark die Populationen zurückgegangen sein müssen. Erst vor wenigen Wochen warnten Forscher, dass weltweit die Hälfte aller Haiarten unmittelbar vom Aussterben bedroht sei.

04.06.2008

Parasit: Sardelle könnte Wale infizieren

Filed under: — site admin @ 5:48 am

Wie Scienceticker.info berichtet, fallen weltweit Meeressäuger einem einzelligen Parasiten zum Opfer, der ausschließlich von infizierten Katzen ausgeschieden wird. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen hat ein amerikanisches Biologenduo gefunden. Demnach könnten Sardellen die infektiösen Eier des Parasiten in Küstennähe aufnehmen und in abgelegene Meeresgebiete tragen.
Eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii ist beispielsweise bei Seeottern vor der kalifornischen Küste nachgewiesen worden. Der Parasit führt bei ihnen zu einer schweren, letztlich tödlich verlaufenden Gehirnentzündung. Als Infektionsquelle werden städtische Abwässer diskutiert, denen die Otter an der Küste ausgesetzt sind.
Die ebenfalls beobachtete Infektion von Belugas im Nordpolarmeer lasse sich auf diese Weise jedoch schwerlich erklären, erläutern Gloeta Massie und Michael Black von der California Polytechnic State University. Ihrer Ansicht nach müssen die infektiösen Oozyten des Parasiten noch auf andere Weise verfrachtet werden. Ein naheliegender Überträger sei die Sardelle als wanderfreudiger Fisch, der auf dem Speiseplan der meisten Meeresraubfische, Meeressäuger und Seevögel stehe.
Massie und Black testeten diese Hypothese, indem sie Toxoplasma-Oozyten in Becken mit 50 Sardellen gaben. Einige Zeit später untersuchten sie, ob die Fische die Parasiteneier aus dem Wasser aufgenommen hatten. Tatsächlich ließ sich in zwei Dritteln der Sardellen die DNA des Parasiten nachweisen, berichten die beiden Forscher auf einer Fachtagung in Boston. Als nächstes wollen sie untersuchen, ob von solchen Sardellen ein Infektionsrisiko für Meeressäuger ausgeht.

23.05.2008

Geheimmission Große Hufeisennase

Filed under: — site admin @ 12:10 pm

Die Süddeutsche Online berichtet heute ausführlich von die letzten in Deutschland noch lebenden Großen Hufeisennasen, der seltensten Fledermausart hierzulande. In einer bayerischen Scheune leben die letzten Expemplare dieser Fledermausart. Niemals würden Tierschützer den Ort preisgeben.
Die Hälfte der vom Aussterben bedrohten Säugetierarten in Deutschland sind Fledermäuse. Die Große Hufeisennase ist die seltenste von ihnen. 46 Tiere hat man diesen Winter in den Höhlen der Umgebung gezählt. Damit ist es wahrscheinlicher in Deutschland einem Zoo-Elefanten zu begegnen als einer Großen Hufeisennase. Aber 46 Fledermäuse sind ein gutes Ergebnis. Es ist das beste Ergebnis seit die Zählung der Großen Hufeisennasen 1983 begonnen hat. Und 46 sind fast viermal so viele Große Hufeisennasen wie die damals gezählten zwölf.
Die Fledermaus teilt ihr Schicksal mit dem Alpensalamander, der Kornweihe, der Würfelnatter und der Flussperlmuschel. Es sind alles Arten, die so selten sind, dass es keine Kampagnen für sie gibt, um sie nicht zu gefährden. Ihre Vorkommen werden nicht in Reiseführern erwähnt. Ein kleines Unglück reicht, um ihre letzten deutschen Vorkommen auszulöschen. Ihr Überleben hängt ganz entscheidend vom Zufall ab.

22.05.2008

Erholung des Buckelwalbestandes

Filed under: — site admin @ 3:55 pm

Wie Scienceticker Umwelt heute berichtet, hat sich der Bestand der Buckelwale in Teilen ihres Verbreitungsgebietes erholt. Zu Beginn der 60er-Jahre war der Buckelwal fast ausgerottet. Im nördlichen Pazifik leben heute bis zu 20.000 Vertreter der Art.
Im Jahr 1966 seien es weniger als 1.500 Tiere gewesen, so die amerikanische Ozeanografie- und Meteorologiebehörde (NOAA) in einer Mitteilung. Der insgesamt positive Trend dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Populationen, insbesondere jene im westlichen Nordpazifik, noch immer bedenklich klein seien.
Die neuen Zahlen stammen aus einer internationalen Studie zum Status des Buckelwals. Unter Beteiligung von mehr als 400 Walforschern und 50 Organisationen im pazifischen Raum waren 18.000 Fotos von Buckelwalschwanzflossen zusammengetragen worden. Anhand der Gestalt dieser Fluke, eventuellen Verletzungen und des Bewuchses mit Seepocken und Walläusen können einzelne Vertreter der wanderfreudigen Art zuverlässig identifiziert werden.
Gut 8.000 Individuen zählten die beteiligten Forscher. Auf Basis ihrer Daten schätzen sie den Gesamtbestand im nördlichen Pazifik auf 18.000 bis 20.000 Tiere. Zusätzlich zu den Fotos kamen auch mehr als 6.000 Gewebeproben zusammen. Genetische und chemische Analysen dieses Materials sollen nun weitere Erkenntnisse über das Wanderverhalten und die Schadstoffbelastung der Tiere liefern.

Tasmanischer Teufel als bedroht eingestuft

Filed under: — site admin @ 6:40 am

Der Beutelteufel oder Tasmanischer Teufel (Sarcophilus harrisii), beheimatet auf Tasmanien, wurde nun von der tasmanischen Regierung als bedroht eingestuft, so National Geographic Online.
Ein ungewöhnlicher Krebs bedroht seit 1996 die Spezies. Diese Krebsart wird durch Bisse übertragen und führt zu Tumoren am Hals und Gesicht, so dass es den Tieren irgendwann nicht mehr möglich ist, Nahrung aufzunehmen und die meisten Tiere faktisch daran sterben, dass sie verhungern.
Das Aussterben des Beutelteufels in Tasmanien wäre dramatisch für die übrige Tierwelt dieser Insel, denn der Tasmanische Teufel verhindert, dass sich eingeführte Tiere wie wilde Katzen oder Füchse zu sehr vermehren. Wenn sich diese nicht eigentlich in Tasmanien einheimischen Tiere zu sehr ausbreiten würden, würde dies eine große aGefahr für viele auf der Insel beheimatete Tiere darstellen - besonders für die am Boden lebenden Vögel.

20.05.2008

Island nimmt den kommerziellen Walfang wieder auf

Filed under: — site admin @ 4:10 pm

Greenpeace Online teilt mit, dass Island den Walfang neu aufnimmt, obwohl es kaum einen Markt für Walfleisch gibt. Die Isländische Regierung legte eine Fangquote von 40 Minkwalen für die derzeitige Jagdsaison fest. Die ersten Walfänger stachen am Dienstag in See.
Erst im letzten Jahr stoppte Island den kommerziellen Walfang. Die Jagd sollte so lange verboten bleiben, bis es einen Markt für Walfleisch gibt. Das ist zurzeit jedoch nicht der Fall. Der Markt für Walfleisch hat sich gegenüber dem letzten Jahr nicht verändert, sagt Thilo Maack, Meeresexpterte bei Greenpeace.
Die Ergebnisse einer Studie von 2006 belegen, dass nur 1,1 Prozent der Isländischen Bevölkerung ein Mal pro Woche oder öfter Walfleisch essen. Rund 82 Prozent der 16-24jährigen haben noch nie Walfleisch gegessen.
Die Entscheidung für die Aufnahme der Jagd ging von Fischerminister Einar Gudfinnsson aus. Andere Mitglieder der Regierung distanzieren sich von dieser Entscheidung.
Die Jagd gefährdet nicht nur den Bestand der Wale. Auch die Isländische Tourismusbranche und damit die Wirtschaft könnten geschädigt werden. Dazu Maack. Im Gegensatz zum Walfleisch ist der Markt für Whalewatching sehr groß. Über 100 Tausend Menschen haben letztes Jahr in Island nach den Meeressäugern ausschau gehalten.
Die Isländische Regierung sollte lieber in das lukrativere Whalewatching investieren, als die Touristen durch den überflüssigen Walfang zu verjagen.

Immer mehr Vögel auf Roter Liste

Filed under: — site admin @ 10:08 am

Die Zahl vom Aussterben bedrohter Vögel steigt: Weltweit gilt jede neunte Art als hochgradig bedroht, schreibt Spiegel Online.
Auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Vögel befinden sich weltweit 1226 Arten, das sind 12 Prozent der etwa 10.000 Vogelarten. Dies geht aus einer in Bonn vorgestellten Studie der Weltnaturschutzunion IUCN und der Organisation BirdLife International hervor.
Im Vergleich zum vergangenen Jahr mussten acht zusätzliche Arten als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Dazu gehören der Tristan-Albatros, der Löffelstrandläufer und die Floreana-Spottdrossel. Weitere 24 Arten kletterten eine Gefährdungskategorie höher. In Deutschland stehen 40 Prozent aller Vogelarten auf der Roten Liste.
Die Hauptursachen für das Aussterben sieht der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in der Intensivierung der Landwirtschaft und dem wachsenden Flächenverbrauch. Nabu-Präsident Olaf Tschimpke sagte, nannte die Liste ein “alarmierendes Signal für den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt.” Auch Deutschland trage eine weltweite Verantwortung, da bestimmte bedrohte Populationen wie der Rotmilan ihre Heimat dort hätten.

18.05.2008

BUND ruft zur Schmetterlingszählung auf

Filed under: — site admin @ 12:12 pm

Frankfurter Rundschau Online schreibt, dass der BUND zur Schmetterlingszählung aufruft:

“Heute stehen 80 Prozent der heimischen Tagfalter auf der Roten Liste und sind teilweise vom Aussterben bedroht”, sagte Mark Hörstermann vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Während in Bonn die Teilnehmer der 9. UN-Naturschutzkonferenz von Montag an beraten, wie die Vielfalt der Arten weltweit bewahrt werden kann, ruft der BUND dazu auf, am kommenden Wochenende (24. und 25. Mai) im Garten, Park oder Wald Schmetterlinge zu zählen.
“Schmetterlinge reagieren sehr empfindlich auf Umweltveränderungen, daher gelten sie als Indikatoren für den Zustand der biologischen Vielfalt”, sagte Hörstermann. Die Aktion solle auf die zunehmend bedrohten Falter aufmerksam machen und einen Überblick liefern, wo sie noch vorkommen. An den Zählungen könne jeder Interessierte teilnehmen.
Insgesamt gibt es deutschlandweit noch rund 190 Tagfalterarten. Hinzu kommen Nachtfalter, die meist dunkel gefärbt sind und oft erst nach Einbruch der Dunkelheit aktiv werden. Seit den 70er und 80er Jahren sei ein Rückgang der Schmetterlingszahlen deutlich. “In der Landwirtschaft werden verstärkt Gifte eingesetzt, außerdem gehen die Lebensräume zurück”, sagte Hörstermann. Die Daten über Schmetterlinge seien nicht ausreichend. “Daher ist es umso wichtiger, dass viele Leute bei der Zählung mitmachen.” Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Angaben des Naturschützers 1500 Menschen an der Aktion.
Das “Abenteuer Faltertage” findet bereits zum vierten Mal statt, seit drei Jahren werden sie auch international veranstaltet. Auch Umweltverbände in Italien und Österreich rufen zum Zählen von Schmetterlingen auf. Dies sei noch bis zum 31. Oktober möglich. Einsendeschluss für die Zählbögen ist der 7. November. Unter den Teilnehmern werden Preise verlost.

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