Vom Aussterben bedroht?

15.11.2009

www.xtinct.info

Filed under: — site admin @ 5:29 pm

Hiermit möchte ich auf das XTINCT-Projekt aufmerksam machen. Dabei handelt es sich um eine Shirt-Kampagne zu ausgestorbenen Tieren. Sehr schöne Sachen dabei! Mit dem Kauf eines Shirts werden 4 Euro pro Artikel dem Artenschutz gespendet.

23.07.2009

Für 20 Hektar Regenwald #2

Filed under: — site admin @ 2:41 pm

Auf musical-fanpage.de läuft derzeit eine Aktion in Zusammenarbeit mit dem WWF, die so genannte König der Löwen-Regenwald-Aktion.

Die Idee war, für jeden Teilnehmer 1 € an den WWF zu spenden um so mit 100 Euro 20 Hektar Regenwald dauerhaft schützen zu können. Leider sind nur 48 Blogger also 48 Euro zusammen gekommen. Daher nun der zweite Anlauf. Wenn sich nun noch 10 weitere Blogger finden, die einen Link auf König der Löwen Hamburg setzen, werden die restlichen 52 Euro auf die bisherige Summe draufgelegt und gespendet.

01.09.2008

Artenschutz: Hässliche Tiere sind arm dran

Filed under: — site admin @ 5:14 pm

In der Süddeutschen Zeitung Online fand sich ein interessanter Artikel von Robert Lücke darüber, wieso manche Tiere unbemerkt aussterben und andere wiederum mit allen Mitteln vor dem Aussterben bewahrt werden.

Die Meldungen der Naturschutz- und Umweltverbände stimmen froh. “Große Erfolge - Der Seeadler ist auch als Brutvogel in Österreich wieder auf Erfolgskurs!”, schreibt der österreichische WWF auf seiner Homepage. In Bayern jubelt der Landesbund für Vogelschutz: “Der König der Lüfte kehrt zurück.”
Egal ob Adler, Luchs, Wolf, Bär, Kranich oder Weißstorch - dank intensiver Schutzmaßnahmen wachsen die Bestände nicht nur bei vielen spektakulären heimischen Tierarten; auch über Pandas, Wale und Elefanten melden Artenschützer regelmäßig Positives. Das ist nicht zuletzt ihrer langen und oft mühseligen Arbeit zu verdanken.
Parallel dazu geschieht aber eine weitgehend unbemerkte Katastrophe. Die Bestände vieler unauffälliger Klein- und Singvogelarten brechen zusammen; auch viele wirbellose Tiere - wie Insekten und Quallen - werden immer seltener oder sterben aus. Doch bis auf ein paar Fachleute interessiert das kaum jemanden, denn mit diesen Lebewesen kann man nicht werben.
So bleibt unbekannt, wenn Milben, Motten oder Schnecken gefährdet sind, vermeintlich hässliche, lästige oder gar als schädlich empfundene Tiere. Sie locken keinen Spenden-Cent aus dem Portemonnaie. “Um die unscheinbaren Arten schert sich niemand”, beklagt Ragnar Kinzelbach vom Institut für Zoologie der Universität Rostock.
“Wirbeltierchauvinismus” nennen das kritische Experten. Dabei sind der Fortbestand und die ökologische Bedeutung der langweiligen, hässlichen oder glibberigen Tiere mitunter wichtiger als die Frage, ob in Bayern nun zwei oder drei Seeadlerpaare brüten. […]
Für Wale riskieren etwa die Aktivisten der weltweit wohl bekanntesten Umweltschutzorganisation Greenpeace im Kampf mit Fangflotten ihr Leben. Aber wer kettet sich für die Blindschleiche an eine Planierraupe?
[…]

13.05.2008

Was ist Artenschutz?

Filed under: — site admin @ 3:26 pm

Abermals gibt es in der ZEIT Online einen interessanten Artikel zum Thema Artenschutz, in welchem Fragestellungen wie Was ist eine Art?, Was ist Artenschutz?, Wieviele Arten gibt es? oder Wieviele Arten sterben aus? kurz beantwortet werden.
Auszug:

Wie viele Arten gibt es?
Es klingt unglaublich, doch niemand weiß, wie viele Tier- und Pflanzenarten auf der Erde leben. Der Wissenschaft bekannt sind bisher rund 1,75 Mio. Spezies, davon sind etwa 400000 Pflanzen. Doch auch diese Zahl ist unsicher, da nicht alle beschriebenen Arten zwischen den Forschungsinstitutionen abgeglichen wurden. Es können also noch Doppelte darunter sein. Das Zählen ist auch deswegen schwierig, weil manche Arten sich nur äußerlich voneinander unterscheiden, genetisch jedoch gleich sind. In anderen Fällen wurden dagegen mit Hilfe der Genforschung mehrere Spezies entdeckt, die man früher für Variationen derselben Art gehalten hatte. Die Säugetiere umfassen nur zirka 5500 Arten, die Vögel 9800. Die meisten bekannten Arten gehören zur Gruppe der Insekten (etwa eine Million).
Heute rechnet man mit zirka 10 bis 20 Millionen unbekannten Arten. Die meisten noch unbeschriebenen Organismen werden zurzeit in der Tiefsee entdeckt. Doch auch unbekannte Landsäugetiere tauchen von Zeit zu Zeit auf. So stießen Forscher im Jahr 2006 in Tansania auf das Grauköpfige Rüsselhündchen sowie eine Affenart, den Kipunji. Zentren der Artenvielfalt sind die Meere und die tropischen Regenwälder.

Wie viele Arten sterben aus?
Da man nicht weiß, wie viele Arten es gibt, liegt auch die Aussterberate im Dunkeln. Schon in den 60er und 70er Jahren wurde ein gewaltiges, durch den Menschen verursachtes Artensterben vorausgesagt. So behauptete der amerikanische Insektenkundler und Bestsellerautor Paul Ehrlich, dass es von 2025 an praktisch gar keine wild lebenden Tiere mehr auf der Welt geben werde.
Auch wenn sich diese düsteren Prognosen nicht bewahrheiten: Es gilt als sicher, dass durch den Menschen ständig Arten aussterben. Da in Südamerika, Zentralafrika und Südostasien nach wie vor heftig gerodet wird, verschwinden dort permanent Klein- und Kleinstlebewesen. Die Schätzungen schwanken zwischen einigen Dutzend Arten pro Jahr und mehreren Hundert am Tag. Die meistzitierte Aussterberate stammt vom Insektenkundler und Soziobiologen Edward Wilson: Er nimmt an, dass täglich 70 Arten verloren gehen. Da Wilson in Fachkreisen hohes Ansehen genießt und mit seinen Büchern über Biodiversität internationalen Erfolg hatte, wurde seine Schätzung besonders populär.

Welche Arten sind bedroht?
Laut IUCN sind ein Drittel aller Amphibien, jede achte Vogelart und jede vierte Säugetierart gefährdet. Sieht man einmal vom Verschwinden regionaler Unterarten ab, dann wurde im Jahr 2007 das erste große Säugetier seit mehr als einem halben Jahrhundert als ausgestorben registriert: der chinesische Flussdelfin Baiji. 55 Jahre zuvor verschwand die Karibische Mönchsrobbe.

12.04.2008

Neues Konzept für Madagaskar

Filed under: — site admin @ 11:10 am

Die Frankfurter Rundschau schreibt, dass die bedrohte und weltweit einzigartige Tier- und Pflanzenwelt auf Madagaskar nun durch eine Verdreifachung der Naturschutzfläche besser geschützt werden soll.
Die Wissenschaftlerin und ihre Kollegen haben die Verbreitung von rund 2300 auf Madagaskar heimischen Arten - viele davon vom Aussterben bedroht - ausführlich ermittelt und ausgewertet. Dabei entdeckten sie, dass auch das zentrale Hochland oder unbewaldete Küstenabschnitte eine überraschend hohe Artenvielfalt beherbergen. Die von ihnen erarbeitete Karte soll nun Grundlage für eine Ausdehnung der Naturschutzgebiete sein.

14.03.2005

Alle 62 Millionen Jahre: Massensterben folgt mysteriösem Rhythmus

Filed under: — site admin @ 1:12 pm

Im Abstand von 62 Millionen Jahren kommt es auf der Erde zu einem massenhaften Artensterben. Die Entdeckung amerikanischer Physiker verblüfft die Forschergemeinde. Eine Erklärung für den rhythmischen Exitus gibt es bislang nicht - nur Spekulationen.
“Müssen wir alle sterben?”, fragen Boulevardblätter besorgt, wenn Wissenschaftler eine bald drohende Katastrophe ausgemacht haben… hier weiterlesen

08.03.2005

EU diskutiert Importstopp für Wildvögel

Filed under: — site admin @ 8:04 pm

EU-Umweltministerrat tagt am 10. März – Deutsche Verbände kritisieren Trittins ablehnende Position

Die EU berät diese Woche über ein Importverbot für Wildvögel. Damit folgt sie einer gemeinsamen Deklaration von weit über 200 Tier- und Naturschutzverbänden aus aller Welt. Die EU ist mit Abstand der größte Abnehmer von sog. “Ziervögeln” und importiert jährlich über eine Million Tiere… hier weiterlesen

07.03.2005

Jane Goodall in Frankfurt und in der Presse

Filed under: — niels @ 11:05 pm

Die Frankfurter Rundschau widmet der Schimpansenforscherin ob ihres Vortrags im Zoo der Main-Metropole heute zwei Artikel, die sich lediglich im Wortlaut unterscheiden:

Hallo auf Schimpanesisch
Die Botschafterin der Schimpansen

02.03.2005

Natur bleibt trotz Fortschritte weiter bedroht

Filed under: — doreen @ 11:55 am

Mehr als ein Drittel der in Deutschland lebenden Säugetier- und Vogelarten sind in ihrem Bestand gefährdet.

Mehr als ein Drittel der in Deutschland beheimateten Säugetier- und Vogelarten sind in ihrem Bestand gefährdet, jede achte Säugetierart ist bereits ausgestorben oder verschollen. Auch bei den Pflanzen ist bereits fast jede dritte Art gefährdet. Dies sind Ergebnisse der “Daten zur Natur 2004” die vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz vorgestellt worden sind. Der Datenband gibt einen umfassenden Überblick zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Zudem informiert er auch international über den Bestand und die Gefährdung von Arten, Biotopen und Landschaften. “Auch wenn wichtige Schritte eingeleitet wurden, so ist der Zustand unserer Natur nach wie vor alarmierend”, betonte Hartmut Vogtmann, der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz.

So ist nach der Roten Liste der Pflanzengesellschaften Deutschlands fast die
Hälfte der Pflanzengesellschaften gefährdet und von den rund 500 Biotoptypen werden über zwei Drittel als gefährdet eingestuft. Hauptgefährdungsursachen für die terrestrischen Biotope sind Intensivnutzung / Nutzungsintensivierung (36,3%), Boden- und Gewässereutrophierung (22,4%) und Eingriffe in den Wasserhaushalt (15,6%).

Auch auf internationaler Ebene bestehe nach wie vor hoher Handlungsbedarf auf. So werde in dem Sonderkapitel zu “biologischer Vielfalt und Klimawandel” deutlich, dass die globale Klimaveränderung eine Ursache für den weltweiten Verlust von biologischer Vielfalt sei. Gleichzeitig könne wiederum der Verlust an biologischer Vielfalt auch den Klimawandel beschleunigen, beispielsweise durch den Rückgang intakter Moore oder den Verlust an Primärwäldern.

Quelle: NABU, 2.03.2005

28.02.2005

Jane Goodall: Chimpanzees - Reason for hope

Filed under: — doreen @ 11:53 pm

4. März 2005, 20.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Zoo Frankfurt, Zoo-Gesellschaftshaus, Großer Saal


www.nationalgeographic.com

Englischsprachiger Vortrag der weltberühmte Schimpansen-Forscherin Jane Goodall

Eintrittspreise: 12,- € für Erwachsene, 9,- € für Schüler und Studenten mit gültigem Ausweis (zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Vorverkauf ab dem 11.2.2005 an der Zoo Kasse und bei best tickets gmbh

Nach zehn Jahren freut sich der Zoo Frankfurt ganz besonders, Dr. Jane Goodall wieder begrüßen zu dürfen. Durch Ihren Mut und Ihre unermüdliche Arbeit zum Schutz der Schimpansen ist Jane Goodall zu einer Symbolfigur geworden. Die unkonventionelle Wissenschaftlerin, die den Schimpansen Namen statt Nummern gab, ist nicht nur in Fachkreisen eine Kapazität. Durch Ihre zahlreichen Bücher wie „Ein Herz für Schimpansen“ und „Wilde Schimpansen“ ist sie auch in der breiten Öffentlichkeit bestens bekannt.

In ihrem aktuellen Vortrag „Reason for hope“ stellt sie drei Gründe zur Hoffnung vor. Hoffnung, dass unserer Welt noch zu helfen ist.

Quelle: Zoo-Frankfurt

11.02.2005

Naturparadiese durch Schnellfähren gefährdet

Filed under: — site admin @ 4:29 pm

Walen und Delfinen droht weltweit eine neue, tödliche Gefahr. Schnellfähren, die mit enormen Geschwindigkeiten die Meere durchpflügen, verursachen in zunehmendem Maße Kollisionen mit den Meeressäugern. Jüngstes Beispiel: die Kanarischen Inseln. Die Fährverbindungen zwischen den Kanaren, einem der großen Urlaubsparadiese der Deutschen, werden mit sogenannten High-Speed-Fähren weiter ausgebaut. Erst kürzlich wurde die Insel La Palma an das Schnellfährennetz angeschlossen, nun sollen die Touristen auch über die Linie Teneriffa-El Hierro noch schneller an ihr Ziel gebracht werden. Zudem wird ab Mai diesen Jahres die Verbindung Teneriffa-Gomera erweitert: Bald soll ein neuer, über 100 Meter langer Trimaran zwischen La Palma, Teneriffa und La Gomera verkehren. Die Schnellfähren durchqueren mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h Gebiete, die für viele Populationen von Walen und Delfinen eine existentielle Bedeutung haben. Diese Gewässer sind von so hohem Wert, dass sie von der Europäischen Union als schützenswert eingestuft wurden. Vor Teneriffa ist gar eine bereits ausgewiesene Schutzzone direkt betroffen.

Die Gewässer der Kanarischen Inseln beherbergen eine außerordentliche Vielfalt an Walen und Delfinen. Die teilweise seltenen Arten sind durch den enorm ansteigenden Schnellfährverkehr in akuter Gefahr, weil die Routen durch ihre Lebensräume verlaufen und die Tiere den herannahenden Schiffen nicht rechtzeitig ausweichen können. “Es hat in der Vergangenheit auf den bestehenden Fährlinien immer wieder Kollisionen mit Walen gegeben, die in der Regel für die Tiere tödlich sind. Die Dunkelziffer ist hoch, Schätzungen gehen jedoch von mindestens 20 getöteten Walen pro Jahr allein im Gebiet der Kanaren aus”, so der Verhaltensbiologe Fabian Ritter vom Berliner M.E.E.R. e.V., der dort seit Jahren die Wale und Delfine erforscht. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf diesen Routen kann das Ökosystem nicht ohne weiteres verkraften und hat Folgen für die Tierwelt. Die Kollisionsgefahr, die von den Fähren ausgeht, gesellt sich dabei zu bereits vorhandenen Belastungen wie Meeresverschmutzung, Überfischung und Lärmbelästigung, unter denen die Tiere zu leiden haben” so Ritterweiter. Die Umweltbehörden sind indes machtlos, da der Schutz der Meereswelt vordergründig als dem Tourismus zuwiderlaufend wahrgenommen wird und diesem als wichtigsten Wirtschaftsfaktor Priorität eingeräumt wird.

Schnellfähren sind nicht nur auf den Kanaren ein wachsendes Problem. Weltweit werden immer schnellere Fähren gebaut und neue Fährverbindungen eingerichtet. Es gibt Pläne für neue Schnellfähren, die Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h erreichen können - mit noch größerem Fassungsvermögen für Autos und Passagiere. Die Natur bleibt im wahrsten Sinne auf der Strecke. “Da können ernsthafte Auswirkungen nicht ausbleiben”, so Ritter. In der Wissenschaft wird das Thema bereits diskutiert. Touristen wissen aber in den seltensten Fällen von der Gefahr, die von den Fähren ausgeht. “Und es geht nicht nur um die Wale und Delfine. Alle Lebewesen nahe der Meeresoberfläche, sind in Gefahr: Haie, Meeresschildkröten, sogar Meeresvögel. Deshalb tut Aufklärung dringend Not, damit gut informierte und verantwortungsvolle Touristen Ihre Entscheidung bewusst für langsamere Schiffe treffen können”, sagt Jörg-Dürr Pucher von der Deutschen Umwelthilfe. Er fordert, innerhalb von Schutzgebieten keine Schnellfähren zuzulassen. Eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h kann das Risiko von Kollisionen deutlich reduzieren, da wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, dass ab einer höheren Geschwindigkeit die Zahl der Zusammenstöße deutlich ansteigt.

Quelle: Artenschutz.info-Newsletter, 11. Februar 2005

Powered by WordPress