Vom Aussterben bedroht?

25.08.2008

Bodensee: Ein Hafen für exotische Tiere

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Die Frankfurter Rundschau Online schreibt, dass sich im Bodensee seit einigen Jahren verstärkt neue Tierarten ausbreiten. Die ökologischen Folgen dieser sogenannten Neozoen sind weitgehend unbekannt. Eingeschleppt wurden sie durch die Öffnung von Wasserwegen und die Handelsschifffahrt, wie der Neozoenforscher Patrick Steinmann sagte. Seit 2002 wurden im Bodensee vier neue Tierarten festgestellt, wie ein Sprecher des Umweltministeriums sagte.
So tauchte die ein bis anderthalb Zentimeter lange Donau-Schwebegarnele das erste Mal 2006 in der Bregenzer Bucht auf. Inzwischen gibt es sie in riesigen Schwärmen im ganzen Bodensee.
Auch der aus dem Kaukasus eingewanderte Höckerflohkrebs wurde im Bodensee festgestellt. Er vertilgt in rauen Mengen einheimische Flohkrebse, Wasserasseln und Wasserinsekten. Der zwei Zentimeter messende Fremdling ist vor sechs Jahren das erste Mal im Bodensee gesichtet worden.
Große Sorgen verursacht gegenwärtig die aus dem Schwarzmeer-Gebiet stammende Quagga-Muschel. Auf ihrem Vordringen rheinaufwärts - Richtung Bodensee - ist sie bereits in Karlsruhe angelangt. Das Schalentier lebt in der Tiefe und ist gefürchtet, weil es in großen Massen Ansaugschächte für das Trinkwasser verstopfen kann. Der Bodensee ist Trinkwasserspeicher für rund fünf Millionen Menschen.
Für diese Migration sind die Menschen verantwortlich: “Schuld daran ist die Mobilität im Wassersport, die Öffnung der Wasserwege und auch die Handelsschifffahrt”, sagte Experte Steinmann. Die Verschleppung der Organismen erfolge groß- und kleinräumig: einerseits durch Frachtschiffe, die außereuropäisches Ballastwasser ungefiltert in europäischen Häfen ablassen, andererseits durch die Öffnung von Wasserwegen wie im Fall des Rhein-Main-Donau Kanals.
Freizeitboote, die beispielsweise vom Bodensee in den Zürichsee oder in andere Gewässer wechselten, sorgten zudem für die kleinräumige Verteilung der fremden Organismen. Einige dieser Arten könnten sowohl im Süß- wie im Salzwasser leben.
Seit drei Jahren befasst sich das Forschungsprojekt Anebo - Aquatische Neozoen im Bodensee - mit den tierischen Neuzuzügern. In einem Zwischenbericht heißt es, dass das Neozoen bestimmt Auswirkungen auf das Ökosystem haben werde, jedoch seien die Folgen noch nicht absehbar.

22.08.2008

Kleinste Schlange der Welt entdeckt

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Sie ist zehn Zentimeter lang und so dünn wie eine Spaghetti-Nudel: Die kleinste Schlange der Welt lebt auf der Karibikinsel Barbados. Völlig unbekannt war das jetzt entdeckte Tier freilich nicht, so Spiegel Online.
Das braune Tier erinnert an einen Regenwurm, aber es gehört zu den rund 3100 bekannten Schlangenarten, die auf der Erde leben. Entdeckt wurde das Reptil vom US-Evolutionsbiologen Blair Hedges von der Pennsylvania State University in einem abgelegenen Waldstück auf der Ostseite der Karibikinsel Barbados. Es handle sich um die kleinste Schlange der Welt, schreibt Hedges im Fachblatt “Zootaxa”. Die zuvor unbekannte Art bekam den wissenschaftlichen Namen Leptotyphlops carlae.

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