Vom Aussterben bedroht?

11.06.2008

Nabu kritisiert mangelnden Tierschutz / Wölfe in Deutschland

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Zehn Jahre nach ihren ersten Spuren in Ostdeutschland sind wildlebende Wölfe nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) auch in westlichen Bundesländern heimisch geworden, wie die Frankfurter Rundschau mitteilt. Es gebe aber in ganz Deutschland erst drei Wolfsrudel, die mit Gewissheit Welpen aufzögen, teilten die Naturschützer in einer ersten Bilanz mit. Die meisten Tiere streiften nach wie vor durch die Lausitz. Doch auch in Niedersachsen und Hessen seien Wölfe gesichtet worden. Beim Artenschutz gebe es weiterhin Lücken - vor allem beim Nebeneinander von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern, kritisierten die Naturschützer.
Vor 150 Jahren galten Wölfe in Deutschland als ausgerottet. Mit wenigen neuen Rudeln sind sie nach Einschätzung des NABU nun die seltensten Säugetiere des Landes. Dass Wölfe trotz des dichten Verkehrsnetzes ohne Hilfe von Ostdeutschland bis nach Hessen und Niedersachsen gewandert seien, werten die Naturschützer als “großes Glück”. Allein fünf Tiere seien nachweisbar bei Unfällen getötet worden.
Wilde Wölfe sind in ganz Europa streng geschützt. In Deutschland mangele es aber weiter an länderübergreifenden Konzepten für den Umgang mit den Rückkehrern, kritisierten die Naturschützer. “Bei den Schutzbemühungen gibt es große Lücken, vor allem wenn es darum geht, das Nebeneinander von Mensch und Wolf zu regeln”, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Er forderte von den Ländern weitere Wildtier-Managementpläne. So dürfe die illegale Tötung eines Wolfes kein Kavaliersdelikt mehr sein. “Das ist eine Straftat”, ergänzte Tschimpke. Beim Neubau stark befahrener Straßen müssten Brücken für Wildtiere mit eingeplant werden.
Seit 1998 gibt es nach NABU-Angaben wieder Wölfe in Deutschland. 2000 wurden in der Muskauer Heide (Sachsen) erstmals freilebende Wolfswelpen geboren. Heute lebten in der Lausitz drei Rudel mit etwa 20 bis 25 Tieren. Einzelne Wölfe bewegten sich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Hessen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bestehe Hoffnung auf jeweils ein neues Rudel.

Haie im Mittelmeer fast ausgestorben

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Historische Aufzeichnungen belegen, dass die Zahl der Raubfische im Mittelmeer in den vergangenen 200 Jahren massiv zurückgegangen ist, so die Süddeutsche Zeitung Online.
In den vergangenen 200 Jahren ist die Zahl der Haie im Mittelmeer massiv zurückgegangen. Von manchen Arten gibt es nur noch ein Zehntausendstel der einst vorhandenen Menge.
Der Hauptgrund für den Rückgang ist die Überfischung. In der Vergangenheit wurden die Meeresräuber massenhaft als lästiger Beifang getötet. Entsprechend tauchten die Tiere nie in offiziellen Fangquoten auf. Hinzu kommt, dass Haie relativ langsam aufwachsen, sodass sie durch die Fischerei leicht dezimiert werden.
“Haie hatten in der Vergangenheit wenig wirtschaftlichen Wert”, klagt Rebecca Greenberg von der Artenschutzvereinigung Oceana im Britischen Rundfunk BBC.
Entsprechend wurden die Tiere nie beachtet, wenn Fangquoten und Bestandsregulierungen zwischen Regierungen und Fischern ausgehandelt wurden. “Sie sind unter dem Radar durchgeschlüpft”, sagt Greenberg.
Es gibt 47 Haiarten im Mittelmeer. Von den fünf wichtigsten Räubern unter ihnen konnten die Forscher genügend historische Aufzeichnungen finden, um abzuschätzen, wie stark die Populationen zurückgegangen sein müssen. Erst vor wenigen Wochen warnten Forscher, dass weltweit die Hälfte aller Haiarten unmittelbar vom Aussterben bedroht sei.

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