Vom Aussterben bedroht?

23.05.2008

Geheimmission Große Hufeisennase

Filed under: — site admin @ 12:10 pm

Die Süddeutsche Online berichtet heute ausführlich von die letzten in Deutschland noch lebenden Großen Hufeisennasen, der seltensten Fledermausart hierzulande. In einer bayerischen Scheune leben die letzten Expemplare dieser Fledermausart. Niemals würden Tierschützer den Ort preisgeben.
Die Hälfte der vom Aussterben bedrohten Säugetierarten in Deutschland sind Fledermäuse. Die Große Hufeisennase ist die seltenste von ihnen. 46 Tiere hat man diesen Winter in den Höhlen der Umgebung gezählt. Damit ist es wahrscheinlicher in Deutschland einem Zoo-Elefanten zu begegnen als einer Großen Hufeisennase. Aber 46 Fledermäuse sind ein gutes Ergebnis. Es ist das beste Ergebnis seit die Zählung der Großen Hufeisennasen 1983 begonnen hat. Und 46 sind fast viermal so viele Große Hufeisennasen wie die damals gezählten zwölf.
Die Fledermaus teilt ihr Schicksal mit dem Alpensalamander, der Kornweihe, der Würfelnatter und der Flussperlmuschel. Es sind alles Arten, die so selten sind, dass es keine Kampagnen für sie gibt, um sie nicht zu gefährden. Ihre Vorkommen werden nicht in Reiseführern erwähnt. Ein kleines Unglück reicht, um ihre letzten deutschen Vorkommen auszulöschen. Ihr Überleben hängt ganz entscheidend vom Zufall ab.

22.05.2008

Neue Echsenart entdeckt: Tigergecko

Filed under: — site admin @ 4:10 pm

Eine deutsch-vietnamesische Expedition hat auf einer Insel vor Vietnam einen bislang unbekannten, prachtvoll gefärbten Tigergecko entdeckt, so die Frankfurter Rundschau.
Die orange-gestreifte Echse komme weltweit nur auf der Insel Cat Ba vor und vermutlich gebe es von dem grazilen Tier nur sehr wenige Exemplare.
Die ersten Exemplare der bislang unbekannten Wirbeltierart hatten die Forscher im Mai vergangen Jahres auf der Nordvietnam vorgelagerten Insel gesammelt. Nach dem Fundort bekam der Tigergecko den wissenschaftlichen Namen Goniurosaurus catbaensis. Um die Echse auf der Insel dauerhaft erhalten zu können, soll ihre Lebensweise weiter erforscht werden.

Erholung des Buckelwalbestandes

Filed under: — site admin @ 3:55 pm

Wie Scienceticker Umwelt heute berichtet, hat sich der Bestand der Buckelwale in Teilen ihres Verbreitungsgebietes erholt. Zu Beginn der 60er-Jahre war der Buckelwal fast ausgerottet. Im nördlichen Pazifik leben heute bis zu 20.000 Vertreter der Art.
Im Jahr 1966 seien es weniger als 1.500 Tiere gewesen, so die amerikanische Ozeanografie- und Meteorologiebehörde (NOAA) in einer Mitteilung. Der insgesamt positive Trend dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Populationen, insbesondere jene im westlichen Nordpazifik, noch immer bedenklich klein seien.
Die neuen Zahlen stammen aus einer internationalen Studie zum Status des Buckelwals. Unter Beteiligung von mehr als 400 Walforschern und 50 Organisationen im pazifischen Raum waren 18.000 Fotos von Buckelwalschwanzflossen zusammengetragen worden. Anhand der Gestalt dieser Fluke, eventuellen Verletzungen und des Bewuchses mit Seepocken und Walläusen können einzelne Vertreter der wanderfreudigen Art zuverlässig identifiziert werden.
Gut 8.000 Individuen zählten die beteiligten Forscher. Auf Basis ihrer Daten schätzen sie den Gesamtbestand im nördlichen Pazifik auf 18.000 bis 20.000 Tiere. Zusätzlich zu den Fotos kamen auch mehr als 6.000 Gewebeproben zusammen. Genetische und chemische Analysen dieses Materials sollen nun weitere Erkenntnisse über das Wanderverhalten und die Schadstoffbelastung der Tiere liefern.

Tasmanischer Teufel als bedroht eingestuft

Filed under: — site admin @ 6:40 am

Der Beutelteufel oder Tasmanischer Teufel (Sarcophilus harrisii), beheimatet auf Tasmanien, wurde nun von der tasmanischen Regierung als bedroht eingestuft, so National Geographic Online.
Ein ungewöhnlicher Krebs bedroht seit 1996 die Spezies. Diese Krebsart wird durch Bisse übertragen und führt zu Tumoren am Hals und Gesicht, so dass es den Tieren irgendwann nicht mehr möglich ist, Nahrung aufzunehmen und die meisten Tiere faktisch daran sterben, dass sie verhungern.
Das Aussterben des Beutelteufels in Tasmanien wäre dramatisch für die übrige Tierwelt dieser Insel, denn der Tasmanische Teufel verhindert, dass sich eingeführte Tiere wie wilde Katzen oder Füchse zu sehr vermehren. Wenn sich diese nicht eigentlich in Tasmanien einheimischen Tiere zu sehr ausbreiten würden, würde dies eine große aGefahr für viele auf der Insel beheimatete Tiere darstellen - besonders für die am Boden lebenden Vögel.

20.05.2008

Island nimmt den kommerziellen Walfang wieder auf

Filed under: — site admin @ 4:10 pm

Greenpeace Online teilt mit, dass Island den Walfang neu aufnimmt, obwohl es kaum einen Markt für Walfleisch gibt. Die Isländische Regierung legte eine Fangquote von 40 Minkwalen für die derzeitige Jagdsaison fest. Die ersten Walfänger stachen am Dienstag in See.
Erst im letzten Jahr stoppte Island den kommerziellen Walfang. Die Jagd sollte so lange verboten bleiben, bis es einen Markt für Walfleisch gibt. Das ist zurzeit jedoch nicht der Fall. Der Markt für Walfleisch hat sich gegenüber dem letzten Jahr nicht verändert, sagt Thilo Maack, Meeresexpterte bei Greenpeace.
Die Ergebnisse einer Studie von 2006 belegen, dass nur 1,1 Prozent der Isländischen Bevölkerung ein Mal pro Woche oder öfter Walfleisch essen. Rund 82 Prozent der 16-24jährigen haben noch nie Walfleisch gegessen.
Die Entscheidung für die Aufnahme der Jagd ging von Fischerminister Einar Gudfinnsson aus. Andere Mitglieder der Regierung distanzieren sich von dieser Entscheidung.
Die Jagd gefährdet nicht nur den Bestand der Wale. Auch die Isländische Tourismusbranche und damit die Wirtschaft könnten geschädigt werden. Dazu Maack. Im Gegensatz zum Walfleisch ist der Markt für Whalewatching sehr groß. Über 100 Tausend Menschen haben letztes Jahr in Island nach den Meeressäugern ausschau gehalten.
Die Isländische Regierung sollte lieber in das lukrativere Whalewatching investieren, als die Touristen durch den überflüssigen Walfang zu verjagen.

Das lebendige Erbgut des Beutelwolfes

Filed under: — site admin @ 12:20 pm

Spiegel Online schreibt, dass der Tasmanische Tiger (auch: Beutelwolf oder Beuteltiger) seit mehr als 70 Jahren ausgestorben ist - sein Erbgut aber haben Wissenschaftler nun teilweise wieder aktivieren können. Bis zum Klonen des ausgestorbenen Tiers ist es aber noch ein weiter Weg.
Der letzte nachgewiesene Tasmanische Tiger starb 1936 in einem Zoo. Seitdem gab es immer wieder Hinweise auf vereinzelt doch noch in Australien lebende Exemplare, die aber nie bewiesen werden konnten. Das fleischfressende Tier ähnelte einem großen Hund und hatte Querstreifen am hinteren Teil des Körpers.
Das Erbgut des Tigers gewannen die Forscher aus 100 Jahre alten Proben von drei Tiger-Babys und einem erwachsenen Tier. Sie waren in Alkohol gelagert worden, die DNA deswegen stark fragmentiert. Aber aus allen vier Proben konnten Pask und seine Kollegen ein spezielles DNA-Stück isolieren. Wie die Forscher berichten sei der 17 Basenpaare lange DNA-Abschnitt kein Gen, aber eine Sequenz, die Gene für die Knorpel- und Knochenbildung aktiviert. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in dem Fachmagazin “PLoS One”.
Pask und seine Kollegen koppelten den DNA-Abschnitt des Tasmanischen Tigers mit einem Gen, das einen blau leuchtenden Farbstoff erzeugt. Dieses DNA-Stück schleusten sie in Mausembryonen. Anhand der Blaufärbung konnten sie anschließend sehen, wo das Genmaterial des Tasmanischen Tigers in dem Mausembryo aktiv war.
Laut Pask sei es das erste Mal, dass mit dem Erbgut einer ausgestorbenen Spezies eine funktionale Antwort in einem anderen lebenden Organismus erzeugt wurde. Bislang hatten Wissenschaftler aus der DNA ausgestorbener Organismen nur Zelllinien im Labor entwickeln können. Laut Pask sei es damit aber nicht möglich, die Funktion einzelner Gene zu untersuchen.
Trotz des Erfolgs dämpft Pask Erwartungen, dass es gelingen könnte, einen Tasmanischen Tiger zu klonen - die DNA aller erhaltenen Proben sei in einem zu schlechten Zustand.

Immer mehr Vögel auf Roter Liste

Filed under: — site admin @ 10:08 am

Die Zahl vom Aussterben bedrohter Vögel steigt: Weltweit gilt jede neunte Art als hochgradig bedroht, schreibt Spiegel Online.
Auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Vögel befinden sich weltweit 1226 Arten, das sind 12 Prozent der etwa 10.000 Vogelarten. Dies geht aus einer in Bonn vorgestellten Studie der Weltnaturschutzunion IUCN und der Organisation BirdLife International hervor.
Im Vergleich zum vergangenen Jahr mussten acht zusätzliche Arten als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Dazu gehören der Tristan-Albatros, der Löffelstrandläufer und die Floreana-Spottdrossel. Weitere 24 Arten kletterten eine Gefährdungskategorie höher. In Deutschland stehen 40 Prozent aller Vogelarten auf der Roten Liste.
Die Hauptursachen für das Aussterben sieht der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in der Intensivierung der Landwirtschaft und dem wachsenden Flächenverbrauch. Nabu-Präsident Olaf Tschimpke sagte, nannte die Liste ein “alarmierendes Signal für den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt.” Auch Deutschland trage eine weltweite Verantwortung, da bestimmte bedrohte Populationen wie der Rotmilan ihre Heimat dort hätten.

19.05.2008

Neue Quallenart entdeckt

Filed under: — site admin @ 9:52 am

Die australische Meeresbiologin Dr. Lisa Gershwin hat in einem Seepferdchen-Basin des Aquariums von Townsville zufällig eine neue, bislang unbekannte Quallenart entdeckt, so Grenzwissenschaft Online.
Das noch nicht benannte Nesseltierchen ist kaum größer als ein Reiskorn und gehört zur Ordnung der Rippenquallen (Coeloplana). Der Mund der sich gleitend vorwärtsbewegenden Qualle befindet sich an seiner Unterseite und sein Darmausgang ist um sein Hirn gewunden.
“Die Qualle lebt auf Algen und Seegras und besteht fast nur aus einem dünnen Film mit zwei feinen Tentakeln. Genetisch betrachtet handelt es sich um eine Qualle, obwohl es eher wie ein Plattwurm aussieht”, erklärte Dr. Gershwin gegenüber der National Nie News/AAP. Allerdings befinde sich das Tier in einer “evolutionären Sackgasse”, da es die Fähigkeit zum Stechen und Schwimmen verloren hat.
Jetzt soll das Quallentierchen weitergehend untersucht werden und schon bald in einem Fachmagazin beschrieben werden.

18.05.2008

BUND ruft zur Schmetterlingszählung auf

Filed under: — site admin @ 12:12 pm

Frankfurter Rundschau Online schreibt, dass der BUND zur Schmetterlingszählung aufruft:

“Heute stehen 80 Prozent der heimischen Tagfalter auf der Roten Liste und sind teilweise vom Aussterben bedroht”, sagte Mark Hörstermann vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Während in Bonn die Teilnehmer der 9. UN-Naturschutzkonferenz von Montag an beraten, wie die Vielfalt der Arten weltweit bewahrt werden kann, ruft der BUND dazu auf, am kommenden Wochenende (24. und 25. Mai) im Garten, Park oder Wald Schmetterlinge zu zählen.
“Schmetterlinge reagieren sehr empfindlich auf Umweltveränderungen, daher gelten sie als Indikatoren für den Zustand der biologischen Vielfalt”, sagte Hörstermann. Die Aktion solle auf die zunehmend bedrohten Falter aufmerksam machen und einen Überblick liefern, wo sie noch vorkommen. An den Zählungen könne jeder Interessierte teilnehmen.
Insgesamt gibt es deutschlandweit noch rund 190 Tagfalterarten. Hinzu kommen Nachtfalter, die meist dunkel gefärbt sind und oft erst nach Einbruch der Dunkelheit aktiv werden. Seit den 70er und 80er Jahren sei ein Rückgang der Schmetterlingszahlen deutlich. “In der Landwirtschaft werden verstärkt Gifte eingesetzt, außerdem gehen die Lebensräume zurück”, sagte Hörstermann. Die Daten über Schmetterlinge seien nicht ausreichend. “Daher ist es umso wichtiger, dass viele Leute bei der Zählung mitmachen.” Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Angaben des Naturschützers 1500 Menschen an der Aktion.
Das “Abenteuer Faltertage” findet bereits zum vierten Mal statt, seit drei Jahren werden sie auch international veranstaltet. Auch Umweltverbände in Italien und Österreich rufen zum Zählen von Schmetterlingen auf. Dies sei noch bis zum 31. Oktober möglich. Einsendeschluss für die Zählbögen ist der 7. November. Unter den Teilnehmern werden Preise verlost.

15.05.2008

Chinas Menschenaffen vom Aussterben bedroht / Weißhandgibbon schon verschwunden

Filed under: — site admin @ 12:08 pm

Die Frankfurter Rundschau teilt mit, dass ein schweizerisch-chinesisches Wissenschaftlerteam befürchtet, dass die meisten oder gar alle Menschenaffenarten in China in Kürze ausgestorben sein werden.
Nach Angaben des Forscherteams sind Weißhandgibbons bereits gänzlich verschwunden. Die 14 Experten führten eine Bestandsaufnahme in allen chinesischen Waldgebieten durch, in denen der Weißhandgibbon in den letzten 20 Jahren vorkam. Zuletzt wurde die Art 1988 im Nangunhe Naturreservat im Südwesten der Provinz Yunnan beobachtet.
Nach zwei Wochen Feldarbeit sei klar gewesen, dass die Gibbonart als Folge kontinuierlicher Vernichtung, Zerstückelung und Ausdünnung des Waldes sowie der Jagd auf Wildtiere ausgestorben sei, so die Forscher der Universität Zürich.
Der Anthropologe Thomas Geissmann hofft nun, dass der Weißhandgibbon auch im angrenzenden Birma vorkommt, hat dafür aber bisher keine Hinweise. Die Forscher warnen, dass der Verlust des Yunnan-Weißhandgibbons nur der Anfang einer beispiellosen Welle der Ausrottung sei, der die meisten oder sogar alle chinesischen Menschenaffenarten zum Opfer fallen drohen. So sei etwa der Weißwangen-Schopfgibbon seit den achtziger Jahren nicht mehr gesichtet worden, von einigen Arten gebe es nur noch wenige Individuen.
Geissmann hofft, die chinesische Regierung und internationale Naturschutzorganisationen mit den Forschungsergebnissen zu alarmieren und dazu zu bewegen, sofortige Maßnahmen einzuleiten, um die letzten verbleibenden Menschenaffen Chinas zu retten.

Kontroverse um Elfenbeinspecht geht weiter

Filed under: — site admin @ 11:18 am

Wie Kryptozoologie Online schreibt, geht die Kontroverse um den Elfenbeinspecht weiter.

Ein Foto, mehr will Allan Mueller, Avian Conservation Project Manager für die Nature Conservancy in Arkansas nicht. Ein Foto des Elfenbeinspechts, dessen Wiederentdeckung im sumpfigen Gebiet […] nahe Memphis Forscher vor gut drei Jahren verkündeten. Seitdem jedoch gibt es Debatten über die tatsächliche Existenz des Vogels - und über das Geld, das die Suche nach ihm verschlingt. […]
Automatische Kameras, Helikopter, Sensoren und tausende Arbeitsstunden von Freiwilligen und Experten haben keine weiteren Hinweise auf den Elfenbeinspecht gegeben. Obwohl weiterhin viele Offizielle fest von seiner Existenz und den vorgelegten Beweisen überzeugt sind, mehren sich die Stimmen der Skeptiker die die Suche nach dem Elfenbeinspecht mittlerweile mit der Suche nach Bigfoot vergleichen. „Das ist ein großer Vogel. Sie haben keine Feder gefunden, sie haben keinen Haufen Kot gefunden.“ so Dennis Carman, Chefingenieur und Direktor des White River Irrigation District dem immense Kosten durch die Verzögerung des Grand Prairie-Bewässerungsprojekt entstanden sind. […] Doch nicht nur Behördenvertreter haben Zweifel hinsichtlich des Elfenbeinspechts in Arkansas. Auch einige bekannte Ornithologen vermuten, dass die Sichtungen, Aufnahmen und Videos nicht auf den legendären Specht, sondern auf seinen ähnlich aussehenden Verwandten Helmspecht. […]

Mehr Haie in der Ostsee als angenommen / Dornhai vom Aussterben bedroht

Filed under: — site admin @ 11:02 am

Die Sächsische Zeitung Online berichtet, dass in der Ostsee 31 verschiedene Hai-Arten existieren, allerdings sind viele im Bestand gefährdet. Nach den Erhebungen der Shark Alliance kommen in der Ostsee vor allem kleine und für Menschen durchweg ungefährliche Haiarten vor. Insgesamt seien die wissenschaftlichen Daten einschließlich der Fischereidaten zu Haien und anderen Knorpelfischen „überraschend dünn“, meint Zidowitz. Die Alliance verlangt eine schärfere Überwachung und Begrenzung der Fischerei nach Haien in dem Binnengewässer.
Als Beispiel für die Dringlichkeit wird der vor allem in der westlichen Ostsee häufig vorkommende Dornhai genannt, der bis zu 1,20 Meter lang wird. „Hier gibt es überhaupt keine Fangbegrenzungen“, sagt Zidowitz. Dass die Anlandungen seit Mitte der 80er Jahre zurückgegangen sind, wird von der Shark Alliance als deutliches Symptom für den Rückgang der Bestände gewertet. Die IUCN stufe den Dornhai als „vom Aussterben bedroht“ ein.
Die Bundesregierung wird von den Haischützern kritisiert, weil sie als eine von wenigen in der EU das Abschneiden von Haiflossen zulässt, die in asiatischen Küchen als Delikatesse besonders gefragt sind. Das international als „Finning“ bekannte Entfernen der Flossen und Zurückwerfen der Körper ins Meer sei „verschwenderisch“ und eine der schwerwiegendsten Bedrohungen für die Haibestände in aller Welt, meint die Allianz. Für die Ostsee verlangt sie ein komplettes Fangverbot für alle Knorpelfischarten oder zumindest „vorbeugende Bestimmungen“.

Eisbär zur bedrohten Tierart erklärt

Filed under: — site admin @ 10:11 am

Spiegel Online und National Geographic Online schreiben, dass der Eisbär nun nach montatelangem Streit in den USA als bedrohte Art eingestuft wurde, da der Lebensraum der Eisbären durch die Klimaerwärmung mehr und mehr zerstört wird. Es ist freilich umstritten, wie gefährdet die Bären tatsächlich sind.
Der Eisbär, so der Minister, könne “in absehbarer Zukunft vom Aussterben bedroht sein”. Deswegen habe man sich entschlossen, ihn auf die Liste der bedrohten Tierarten zu setzen. Die Eisflächen im hohen Norden nehmen beständig ab - auch wenn der Winter in diesem Jahr vergleichsweise kalt ausgefallen ist. Der Rückgang des Lebensraums lasse die Zahl der Bären immer weiter sinken.
Nun soll also die Eisbärenpopulation im US-Bundesstaat Alaska verstärkt beobachtet und geschützt werden. Dort leben etwa 4700 der Tiere. Weltweit soll es noch 20.000 bis 25.000 von ihnen geben, doch Forscher wissen tatsächlich nur wenig über ihre genaue Zahl. Nur für zwei der 19 Eisbärenpopulationen weltweit gibt es überhaupt Langzeitdaten.
Die Weltnaturschutzunion (ICUN) führt den Eisbär auf der Liste der gefährdeten Tiere. Doch in Kanada - wo zwei Drittel aller Eisbärenbestände leben sollen - sehen die Behörden zum Beispiel keinen Grund, die Tiere so einzustufen. Umweltminister John Baird verwies darauf, dass ein Beratergremium der Regierung im vergangenen Monat nur für eine niedrige Schutzstufe plädiert habe.

14.05.2008

Gute Nachrichten aus Zentralafrika: Zahl der Berggorillas gestiegen

Filed under: — site admin @ 1:36 pm

Die Frankfurter Rundschau teilt mit, dass die Zahl der vom Aussterben bedrohten Berggorillas in Zentralafrika trotz der Kriege und Bürgerkriege in der Region in den vergangenen zehn Jahren gestiegen ist. “Es gibt jetzt 740 Tiere, die Hälfte von ihnen in Uganda”, so Sam Mwandha, Leiter der ugandischen Wildschutzbehörde (UWA).
Vor zehn Jahren hätten nur etwa 650 der Menschenaffen in den Vulkanbergen Ugandas, Ruandas und des Kongo gelebt. “Allgemein gab es einen Anstieg der Gorillabevölkerung von etwa einem Prozent pro Jahr” sagte Mwandha in Kampala. Doch vor allem die Kämpfe in der ostkongolesischen Provinz Kivu hätten starke Auswirkungen auf die Gorillas gehabt.
Der Virunga Nationalpark, in dem viele der kongolesischen Gorillas leben, befindet sich seit Monaten in der Hand von Rebellen. Die Wildhüter können dort nur eingeschränkt arbeiten. Gorillas gerieten nicht nur zwischen die Fronten von Rebellen und Regierungssoldaten, auch Wilderer nutzten die unsichere Lage aus, um die seltenen Menschenaffen zu jagen.

13.05.2008

Was ist Artenschutz?

Filed under: — site admin @ 3:26 pm

Abermals gibt es in der ZEIT Online einen interessanten Artikel zum Thema Artenschutz, in welchem Fragestellungen wie Was ist eine Art?, Was ist Artenschutz?, Wieviele Arten gibt es? oder Wieviele Arten sterben aus? kurz beantwortet werden.
Auszug:

Wie viele Arten gibt es?
Es klingt unglaublich, doch niemand weiß, wie viele Tier- und Pflanzenarten auf der Erde leben. Der Wissenschaft bekannt sind bisher rund 1,75 Mio. Spezies, davon sind etwa 400000 Pflanzen. Doch auch diese Zahl ist unsicher, da nicht alle beschriebenen Arten zwischen den Forschungsinstitutionen abgeglichen wurden. Es können also noch Doppelte darunter sein. Das Zählen ist auch deswegen schwierig, weil manche Arten sich nur äußerlich voneinander unterscheiden, genetisch jedoch gleich sind. In anderen Fällen wurden dagegen mit Hilfe der Genforschung mehrere Spezies entdeckt, die man früher für Variationen derselben Art gehalten hatte. Die Säugetiere umfassen nur zirka 5500 Arten, die Vögel 9800. Die meisten bekannten Arten gehören zur Gruppe der Insekten (etwa eine Million).
Heute rechnet man mit zirka 10 bis 20 Millionen unbekannten Arten. Die meisten noch unbeschriebenen Organismen werden zurzeit in der Tiefsee entdeckt. Doch auch unbekannte Landsäugetiere tauchen von Zeit zu Zeit auf. So stießen Forscher im Jahr 2006 in Tansania auf das Grauköpfige Rüsselhündchen sowie eine Affenart, den Kipunji. Zentren der Artenvielfalt sind die Meere und die tropischen Regenwälder.

Wie viele Arten sterben aus?
Da man nicht weiß, wie viele Arten es gibt, liegt auch die Aussterberate im Dunkeln. Schon in den 60er und 70er Jahren wurde ein gewaltiges, durch den Menschen verursachtes Artensterben vorausgesagt. So behauptete der amerikanische Insektenkundler und Bestsellerautor Paul Ehrlich, dass es von 2025 an praktisch gar keine wild lebenden Tiere mehr auf der Welt geben werde.
Auch wenn sich diese düsteren Prognosen nicht bewahrheiten: Es gilt als sicher, dass durch den Menschen ständig Arten aussterben. Da in Südamerika, Zentralafrika und Südostasien nach wie vor heftig gerodet wird, verschwinden dort permanent Klein- und Kleinstlebewesen. Die Schätzungen schwanken zwischen einigen Dutzend Arten pro Jahr und mehreren Hundert am Tag. Die meistzitierte Aussterberate stammt vom Insektenkundler und Soziobiologen Edward Wilson: Er nimmt an, dass täglich 70 Arten verloren gehen. Da Wilson in Fachkreisen hohes Ansehen genießt und mit seinen Büchern über Biodiversität internationalen Erfolg hatte, wurde seine Schätzung besonders populär.

Welche Arten sind bedroht?
Laut IUCN sind ein Drittel aller Amphibien, jede achte Vogelart und jede vierte Säugetierart gefährdet. Sieht man einmal vom Verschwinden regionaler Unterarten ab, dann wurde im Jahr 2007 das erste große Säugetier seit mehr als einem halben Jahrhundert als ausgestorben registriert: der chinesische Flussdelfin Baiji. 55 Jahre zuvor verschwand die Karibische Mönchsrobbe.

Grauwolf darf wieder gejagt werden

Filed under: — site admin @ 1:39 pm

Die Süddeutsche Online berichtet, dass die Jagd auf den Grauwolf im Nordwesten der USA wieder gestattet ist, obwohl die Tierart noch vor kurzem vom Aussterben bedroht war und eine große Population wichtig für das ökologische Gleichgewicht wäre.
Anfang der 90er-Jahre war der Grauwolf in den Vereinigten Staaten in freier Wildbahn so gut wie ausgerottet. Doch zwischen 1995 und 1996 wilderte der “U.S. Fish and Wildlife Service”, die für Naturschutz zuständige Bundesbehörde, gegen die Proteste von Jägern und Ranchern im Yellowstone Park und in Idaho 46 kanadische Wölfe aus.
Der einstige Ureinwohner der Wildnis - um 1800 sollen in Nordamerika noch 350.000 Wölfe gelebt haben - gedieh prächtig in der Schutzzone. Anfang dieses Jahres lebten in den nördlichen Rocky Mountains mehr als 1500 Wölfe. Dabei etablierten sich die Tiere nicht nur in ihren angestammten Jagdrevieren; sie hielten auch die Population von Elchen und Rothirschen im Zaum. Ohne natürliche Feinde hatten diese sich in jüngster Zeit zu stark vermehrt.
Kaum aber pirschten wieder mehrere Wolfsrudel durch den Nordwesten der USA, begann der Streit darüber, ab wann eine Tierart als nicht mehr gefährdet gelten darf. Seitdem der Grauwolf von der roten Liste gestrichen wurde, haben die an den Nationalpark angrenzenden Bundesstaaten das Management der Bestände übernommen. Die US-Behörde für Fischerei und Wildtiere hat den Bundesstaaten auferlegt, dass von den mehr als 1500 Wölfen nur 300 am Leben bleiben müssen.
Ökologen argumentieren, dass Wolfspopulationen groß genug sein müssen, um die genetische Diversität zu bewahren. So hat der Evolutionsbiologe Robert Wayne von der University of California in Los Angeles erst im Januar in einem Aufsatz berechnet, dass niedrige Wolfszahlen im Yellowstone Park innerhalb von vierzig Jahren zu Inzucht und damit genetischen Defekten führen würden.

12.05.2008

Vom Ende einer Art

Filed under: — site admin @ 6:54 pm

In ZEIT Online gibt es heute einen schönen Artikel von Burkhard Wetekam über das Aussterben der Riesenalke.
[…] Wenig bekannt ist das Schicksal des Riesenalks, Alca impennis. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts galt der pinguinähnliche Vogel als ausgerottet. Zwei Ornithologen zweifelten allerdings daran und machten sich auf den Weg nach Norden, um die letzten Exemplare zu suchen: John Wolley (1824-1859) und Alfred Newton (1829-1907). […]

Mehr über den Riesenalk gibt es hier.

11.05.2008

Jagd auf Elefanten in Kenia

Filed under: — site admin @ 2:41 pm

Spiegel Online widmet sich dem Thema Elefanten in Kenia. Sie galten schon fast als gerettet. Doch jetzt wird wieder Jagd auf Kenias Elefanten gemacht. Tierschützer sind verzweifelt. Allein in diesem Jahr wurden 14 Tiere im berühmten Amboseli-Nationalpark mitSpeeren angegriffen. Vier starben bereits. […] Der Zusammenbruch der staatlichen Ordnung und das plötzlich durch ausbleibende Touristen fehlende Geld im Tierschutz hatten Kenia wieder zurückgeworfen in die finstersten Zeiten der Wilderei.
[…] Die Probleme, mit denen die Elefanten konfrontiert werden, sind vielfältig. Während der schlimmsten Jahre der Wilderei zogen sich viele Elefanten in unzugängliche Gebiet zurück, wo sie den Gemetzeln ausweichen konnten. In den ehemaligen Lebensräumen der Elefanten siedelten nun Menschen und bauten Mais oder Getreide an. Seit die kenianische Regierung mit Hilfe des damaligen KWS-Direktors Richard Leakey aber zu Beginn der neunziger Jahre das Morden halbwegs stoppen konnte, kehren immer mehr Elefanten aus ihren Verstecken zurück und treffen nun in zunehmendem Maße auf Bauern, die auf den alten Elefantenrouten nun Felder angelegt haben.
Auch die Umgebung des Amboseli-Nationalparks wird immer dichter bebaut. So berichtet die Tierschutzorganisation “Wildlife Direct”, die einst von Richard Leakey ins Leben gerufen wurde: “Das Ökosystem gerät unter heftigen Druck durch Aufteilung des Lands, das den Park umgibt – dieses wird in steigendem Maß von privaten Geschäftsleuten aufgekauft, die dort Landwirtschaft betreiben oder edle Lodges für Touristen errichten. Einheimische Politiker und Massai-Krieger, die Jobs benötigen, unterstützen diese Tendenz.”
Man kann es verstehen: Eine Bevölkerung, die immer mehr verelendet und von den Tourismus-Einnahmen, die überwiegend in die Taschen korrupter Politiker fließen, so gut wie nicht profitiert, schaut sehnsüchtig hinüber auf das fruchtbare Land, in welchem Kenias Wildtiere grasen. Immer stärker drängen deshalb Massai mit ihren Herden in die Nationalparks, wo das Gras hoch steht und die Wasserlöcher teilweise sogar künstlich angelegt sind. Sie sehen die wohlhabenden Reisenden mit ihren Louis-Vuitton-Täschchen und den teuren Fotoapparaten. Sie sehen, wie sie selber darben, wie die Preise für Lebensmittel in immer absurdere Höhen steigen, und sie sollen tatenlos zusehen, wie ihnen die Löwen die Rinder reißen und die Elefanten den Mais zertrampeln.
Der Tierschutz in Kenia könnte hervorragend funktionieren, wenn die betroffene Bevölkerung an den vielen Safari-Touristen mitverdienen würde. Doch oft werden selbst Kenianer, die ganz konkret unter den Wildtieren leiden, nicht entschädigt. So soll im vergangenen Jahr eine Frau in der Nähe des Amboseli-Parks von einem Elefanten getötet worden sein, ihre Angehörigen bekamen keinen einzigen Kenia-Schilling vom KWS zu sehen.
Möglicherweise sind es enttäuschte Massai, die derzeit Jagd auf Amboselis Elefanten machen. “Die Community will mehr Aufmerksamkeit vom Kenya Wildlife Service”, sagt Soila Sayialel. Doch Kenias Elefanten haben derzeit viele Feinde. “Die Gründe für die Speerangriffe auf Elefanten sind vielfältig”, schreiben die Aktivisten von “Wildlife Direct”, “sie reichen von Rache, politischem Protest, dem eigenen Schutz oder dem Schutz der Ernte, Kriminalität bis zur Elfenbeinwilderei.”

09.05.2008

Neue entdeckte Spinnenart nach Neil Young benannt

Filed under: — site admin @ 11:09 am

Spiegel Online schreibt, dass eine neue Spinnenart entdeckt und nach dem Musiker Neil Young benannt wurde.
Myrmekiaphila neilyoungi wurde 2007 von Jason Bond, Biologieprofessor an der East Carolina University im US-Bundesstaat North Carolina, im US-Bundesstaat Alabama entdeckt. Die Art gehört zu den Falltürspinnen. Dabei handelt es sich um vogelspinnenartige Tiere, welche in einer Art Wohnröhre im Boden leben und den Eingang dazu mit einem Deckel aus Spinnenseide verschließen.

06.05.2008

Klimaerwärmung bedroht Tropentiere stärker als gedacht

Filed under: — site admin @ 11:48 am

Spiegel Online schreibt heute, dass bislang immer die Tiere der Polarzonen als besonders gefährdet angesehen wurden, wenn es um Klimaerwärmung geht, doch dass Forscher nun befürchten, dass die tropischen Arten noch sehr viel mehr unter dem Treibhauseffekt leiden könnten, da sich diese Tiere den Temperaturschwankungen schlecht anpassen können.
Polartiere wie der Eisbär seien daran gewöhnt, in einer weiten Schwankungsbreite von Temperaturen zu leben, erklärten die Forscher um Curtis Deutsch von der University of California. In den Tropen hingegen seien die Lebewesen nur an ganz kleine Temperaturschwankungen angepasst, so lautet das Fazit der Wissenschaftler im Fachmagazin “Proceedings of the National Academy of Sciences”.
Tropische Arten können nur geringe Temperaturschwankungen ertragen, da sie an ein ganzjährig konstantes Klima gewöhnt sind. Insbesondere Insekten könnten anders als Säugetiere ihre Körpertemperatur nicht durch ein je nach Jahreszeit unterschiedlich dickes Fell schützen.
Nach Modellberechnungen der Wissenschaftler würde schon bei Klimaschwankungen von zwei bis vier Grad eine große Zahl der tropischen Insekten und Kaltblüter wie Frösche, Echsen und Schildkröten aussterben. Zwar könnten sich auch einige Arten in weiter nördlicher oder weiter südlicher gelegene Klimazonen ausbreiten, doch längst nicht alle Arten seien derart anpassungsfähig.

Powered by WordPress