Tausende Schwalben sterben in Südafrika

Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass zehntausende Schwalben vor ihrem Rückzug nach Europa in Südafrika gestorben sind. Als Indikator sieht man den Klimawandel an.
Das veränderte Klimaszenario war den Schwalben in der Limpono-Provinz, welche an den Krüger-Nationalpark grenzt, zum Verhängnis geworden. Ein plötzlicher Temperatursturz durch eine Kaltfront mit ergiebigen Regenfällen hatte die Schwalben an Auszehrung sterben lassen. Sie hatten kaum noch nach Futter suchen können.
Ein ähnliches Massensterben von Zugvögeln beobachteten Vogelexperten in den vergangenen Jahren immer öfter. “Der Februar wurde früher (in Südafrika) stets als feuchter und der März eher als trockener Monat angesehen, aber nun hat sich die Situation verändert”, betont Gerhard Verdoorn von der Umweltgruppe Birdlife Südafrika.
Minister van Schalkwyk warnte vor “echten und schweren” Konsequenzen auch für die Pflanzenwelt, die wiederum Folgen für die Tiere hätten. Wärmere Temperaturen würden die Schatten und Futter spendenden Blätterdächer der Bäume dürrer werden lassen. Zudem drohe ein sich verschärfender Kampf beim Zugang zu Wasser. Auf dem nach Ansicht von Klimatologen am schlimmsten vom Klimawandel bedrohten Teil Südafrikas - der Kap-Halbinsel - wird zudem der Totalverlust der ökologisch wertvollen Fynbos-Vegetation befürchtet.
