Trotz Treibjagd-Verbot: Füchse in England leben gefährlich

London - In England und Wales ist die Treibjagd mit Hunden auf Füchse, Hasen und Rotwild seit dem 18. Februar offiziell verboten. Fuchsteufelswild haben die Jagdbefürworter auf das neue Gesetz reagiert. Ein wichtiges Erbe des Landes werde mutwillig zerstört, wetterte Historikerin Jane Ridley. Viele Jagdfans haben angekündigt, dass sie ihr liebstes Hobby weiterhin betreiben werden – wenn es sein muss, illegal. Die hohen Strafen – umgerechnet 7500 Euro oder bis zu zwei Jahre Gefängnis - scheinen die jagdlustigen „Rotfräcke“ nicht abzuschrecken, denn sie glauben nicht, dass es die Polizei mit der Verfolgung der Jagdsünder allzu genau nehmen wird. Schließlich habe die sich um weit wichtigere Verbrechen zu kümmern.
Bis zu 25 000 Füchse werden in Großbritannien jedes Jahr bei Hetzjagden getötet Daher haben Füchse kaum feste Reviere und keine festen Bindungen. Meistens paart sich ein Fuchs mit allen erreichbaren Füchsinnen, um für ausreichend Nachwuchs zu sorgen.
Quelle: herz-fuer-tiere.de, 19. Februar 2005
