Vom Aussterben bedroht?

15.11.2009

www.xtinct.info

Filed under: — site admin @ 5:29 pm

Hiermit möchte ich auf das XTINCT-Projekt aufmerksam machen. Dabei handelt es sich um eine Shirt-Kampagne zu ausgestorbenen Tieren. Sehr schöne Sachen dabei! Mit dem Kauf eines Shirts werden 4 Euro pro Artikel dem Artenschutz gespendet.

23.07.2009

Für 20 Hektar Regenwald #2

Filed under: — site admin @ 2:41 pm

Auf musical-fanpage.de läuft derzeit eine Aktion in Zusammenarbeit mit dem WWF, die so genannte König der Löwen-Regenwald-Aktion.

Die Idee war, für jeden Teilnehmer 1 € an den WWF zu spenden um so mit 100 Euro 20 Hektar Regenwald dauerhaft schützen zu können. Leider sind nur 48 Blogger also 48 Euro zusammen gekommen. Daher nun der zweite Anlauf. Wenn sich nun noch 10 weitere Blogger finden, die einen Link auf König der Löwen Hamburg setzen, werden die restlichen 52 Euro auf die bisherige Summe draufgelegt und gespendet.

04.01.2009

Tierische Gewinner und Verlierer - Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier

Filed under: — site admin @ 12:26 pm

WWF-Deutschland zählt in einer Jahresbilanz vom 29.12.2008 die tierischen Gewinner und Verlierer des Jahres 2008 auf. Die Verlierer sind u.a. der Iberische Luchs, der Rote Thun, die Abingdon-Riesenschildkröte, die Menschenaffen sowie diverse Amphibien- und Froschspezies. Zu den Gewinnern zählen Wolf, Buckelwal und Afrikanischer Elefant.

Zucht: Roter Thun / Spix-Ara

Filed under: — site admin @ 12:17 pm

Spiegel Online berichtet am 23.12.2008, dass eine Massenzucht in Gefangenschaft den vom Aussterben bedrohten Roten Thunfisch retten soll. Des Weiteren hat der Artikel von Richard Ellis auch viele Informationen zur Überfischung und anderen Thunfischarten zu bieten

Wie die Frankfurter Rundschau am 19.12.2008 mitteilte, ist die Zucht eines in freier Wildbahn ausgerotteten Spix-Aras gelungen. Vor etwa einem Monat sei ein Spix-Ara bei meinem märkischen Züchter geschlüpft. Dieser Jungvogel ist damit der einzige im Jahre 2008 geschlüpfte Spix-Ara. Weltweit leben noch etwa 80 Exemplare dieser seltenen Vögel in Gefangenschaft.

18.12.2008

Aggressive Nager gefährden den Fortbestand von Vogelarten

Filed under: — site admin @ 3:58 pm

Spiegel Online berichtet über aggressive Nager, die auf der Atlantikinsel Gough seltene Vogelarten angreifen und an den Rand des Aussterbens bringen. Bei den gefährlichen Nagetieren handelt es sich um Mäuse, die sich inzwischen so stark vermehrt haben, dass mehrere Vogelarten auf der Insel vom Aussterben bedrohnt sind. Vermutlich bewohnen derzeit etwa eine Million Mäuse Gough.
Die Mäuse sollen trotz des immensen Größenunterschieds den Nachwuchs von Albatrossen und Sturmvögeln aufgefressen haben. Nun ist insbesondere der Fortbestand des Tristan-Albatrosses gefährdet. Andere Arten, die durch die Mäuse bedroht werden, sind die Gough-Ammer und der Schlegelsturmvogel

15.12.2008

Drei Viertel der Fischbestände überfischt

Filed under: — site admin @ 11:23 am

Die Online Ausgabe der Frankfurter Rundschau berichtet (und bezieht sich dabei auf einen Bericht des WWF), dass mehr als drei Viertel der weltweiten Fischbestände überfischt sind.
Besonders gefährdet sei der Rotbarsch, auf den Verbraucher besser verzichten sollten. Der WWF fordert, die Tiefsee-Fischerei komplett einzustellen. Des Weiteren ruft er dazu auf, nur noch Fisch mit dem blauen Öko-Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) zu kaufen. Auch soll man die Finger von tropischen Shrimps und Paella lassen.

1000 neue Arten in der Greater Mekong-Region entdeckt

Filed under: — site admin @ 9:29 am

WWF-Deutschland berichtet, dass zwischen 1997 und 2007 in der Region “Greater Mekong” rund 1000 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt wurden.
Unter den neu entdeckten Arten befinden sich 15 Säugetiere, wie etwa die Laotische Felsenratte (Laonastes aenigmamus), von der man bisher vermutete, dass sie seit 11 Mio. Jahre ausgestorben sei. Erstmalig beschrieben wurden auch der Truong-Son-Muntjak und das Annamitische Streifenkaninchen (Nesolagus timminsi). Unter den neuen Arten befindet sich außerdem die größte Jägerspinne der Welt Heteropoda maxima sowie der Drachentausendfüßler (Desmoxytes purpurosea).
Insgesamt wurden 1068 Arten, darunter 519 Pflanzen, 88 Spinnen, 279 Fische, 91 Amphibien (davon 88 Frösche), 72 Reptilien (davon 22 Schlangen), vier Vögel und 15 Säugetiere erstmalig beschrieben.

14.12.2008

Erderwärmung bedroht Ostsee-Robben

Filed under: — site admin @ 5:11 pm

Spiegel Online schreibt, dass das Leben in der Ostsee gefährdet ist aufgrund der globalen Erderwärmung. Würde die Wassertemperatur steigen, hat dies einen negativen Einfluss auf die Nährstoff-Verteilung in der Ostsee; die Blütezeit des Planktons würde früher als üblich einsetzen. Man befürchtet eine massive Veränderung des ökologischen Gleichgewichts in der Ostsee, was eine eine Gefahr für Fische und etliche Säugetiere darstellen würde.

12.12.2008

Verschleppte Elefanten enden als Touristen-Entertainer

Filed under: — site admin @ 1:02 pm

Am 12.12.2008 warnt der WWF auf seiner Website vor dem Reiten auf illegalen Elefanten in thailändischen Urlaubsregionen. Oftmals handelt es sich bei den Tieren nicht um domestizierte Hauselefanten, sondern um gewilderte Tiere aus dem Dschungel. Des Weiteren werden viele Elefanten für den illegalen Elfenbeinhandel gewildert.

Klimawandel gefährdet Lebensraum der Tagfalter

Filed under: — site admin @ 11:58 am

Am 11.12.2008 steht in der Druckausgabe der Frankfurter Rundschau, dass Europas Schmetterlinge durch den Klimawandel in Gefahr sind. Wenn die Temperatur weiter ansteigt, verliert jede vierte Schmetterlingsart bis 2080 ihren jetztigen Lebensraum. Besonders bedroht sind das Große Wiesenvögelchen und der Braunfleckige Perlmuttfalter.
Ausführlicheres zum Thema gibt es auf nationalgeographic.com (European Butterflies Threatened by Climate Change) und auf der Seite des NABU (Wo bleibt noch Platz zum Flattern?).

01.09.2008

Unbekannte Riesenmuschel im Roten Meer entdeckt

Filed under: — site admin @ 5:18 pm

Wie Spiegel Online berichtet, wurde eine neue Riesenmuschel im Roten Meer entdeckt. Die neu entdeckte Art ist schon vom Aussterben bedroht - nach Angaben der Forscher wegen der Überfischung in der Region.
Es war ein Zufallsfund: “Wir haben Riesenmuscheln für Kultivierungsexperimente gesammelt, als uns Besonderheiten an den Tieren auffielen”, berichtet Claudio Richter vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven. Im Rahmen eines deutsch-jordanischen Kooperationsprojektes habe sein Team nach Möglichkeiten gesucht, die Riesenmuschel Tridacna maxima zu züchten. Die Muschel ist bei Aquarianern sehr beliebt, eine erfolgreiche Zucht könnte nicht nur die steigende Nachfrage bedienen, sondern auch die dezimierten Bestände im Roten Meer schützen.
Beim Sammeln der Tiere fiel den Forschern eine Riesenmuschel auf, die zwar Eigenschaften von zwei im Roten Meer bekannten Arten, aber auch sehr eigene Merkmale aufweist. “Es hat uns schon gewundert, dass bisher niemand über diese deutlich sichtbaren Besonderheiten wie den stark gezackten Schalenrand gestolpert ist”, sagt Richter.
Eine genetische Stammbaumanalyse brachte die Gewissheit: Bei dem Fund handelte es sich um eine bislang nicht bekannte Art, sie bekam den Namen Tridacna costata. Es sei die erste Neubeschreibung einer Riesenmuschel seit mehr als 20 Jahren, berichten die Forscher im Fachblatt “Current Biology”. Weitere Untersuchungen hätten gezeigt, dass Tridacna costata im Gegensatz zu den beiden Schwesterarten Tridacna maxima und Tridacna squamosa nur auf dem Dach tropischer Riffe im Roten Meer vorkomme und sich anders fortpflanze.
Tridacna costata wird bis zu 40 Zentimeter lang. Sie kommt auch fossil vor und hatte nach Angaben der Forscher früher einen Anteil von 80 Prozent an den Riesenmuschelarten im untersuchten Gebiet. Heute gehören nur noch weniger als ein Prozent der gefundenen Muscheln dieser Art an.
“Die Riesenmuscheln sind wahrscheinlich durch eine umfangreiche Nutzung des frühen modernen Menschen stark dezimiert worden”, erklärt Richter. “Tridacna costata lebt festsitzend in flachem Wasser und war somit eine leichte Beute für unsere sich aus Afrika Richtung Mittelmeerraum ausbreitenden Vorfahren.” Riesenmuscheln würden auch heute noch entlang ihres gesamten Verbreitungsgebietes gegessen, aber auch wegen ihrer Schalen gesammelt.
Den Rückgang der Population vor etwa 125.000 Jahren betrachten die Forscher deshalb als ersten Nachweis von Überfischung in der Geschichte der Menschheit. Nach den Rote-Liste-Kriterien der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) ist die neue Art vom Aussterben bedroht.

Artenschutz: Hässliche Tiere sind arm dran

Filed under: — site admin @ 5:14 pm

In der Süddeutschen Zeitung Online fand sich ein interessanter Artikel von Robert Lücke darüber, wieso manche Tiere unbemerkt aussterben und andere wiederum mit allen Mitteln vor dem Aussterben bewahrt werden.

Die Meldungen der Naturschutz- und Umweltverbände stimmen froh. “Große Erfolge - Der Seeadler ist auch als Brutvogel in Österreich wieder auf Erfolgskurs!”, schreibt der österreichische WWF auf seiner Homepage. In Bayern jubelt der Landesbund für Vogelschutz: “Der König der Lüfte kehrt zurück.”
Egal ob Adler, Luchs, Wolf, Bär, Kranich oder Weißstorch - dank intensiver Schutzmaßnahmen wachsen die Bestände nicht nur bei vielen spektakulären heimischen Tierarten; auch über Pandas, Wale und Elefanten melden Artenschützer regelmäßig Positives. Das ist nicht zuletzt ihrer langen und oft mühseligen Arbeit zu verdanken.
Parallel dazu geschieht aber eine weitgehend unbemerkte Katastrophe. Die Bestände vieler unauffälliger Klein- und Singvogelarten brechen zusammen; auch viele wirbellose Tiere - wie Insekten und Quallen - werden immer seltener oder sterben aus. Doch bis auf ein paar Fachleute interessiert das kaum jemanden, denn mit diesen Lebewesen kann man nicht werben.
So bleibt unbekannt, wenn Milben, Motten oder Schnecken gefährdet sind, vermeintlich hässliche, lästige oder gar als schädlich empfundene Tiere. Sie locken keinen Spenden-Cent aus dem Portemonnaie. “Um die unscheinbaren Arten schert sich niemand”, beklagt Ragnar Kinzelbach vom Institut für Zoologie der Universität Rostock.
“Wirbeltierchauvinismus” nennen das kritische Experten. Dabei sind der Fortbestand und die ökologische Bedeutung der langweiligen, hässlichen oder glibberigen Tiere mitunter wichtiger als die Frage, ob in Bayern nun zwei oder drei Seeadlerpaare brüten. […]
Für Wale riskieren etwa die Aktivisten der weltweit wohl bekanntesten Umweltschutzorganisation Greenpeace im Kampf mit Fangflotten ihr Leben. Aber wer kettet sich für die Blindschleiche an eine Planierraupe?
[…]

25.08.2008

Bodensee: Ein Hafen für exotische Tiere

Filed under: — site admin @ 1:00 pm

Die Frankfurter Rundschau Online schreibt, dass sich im Bodensee seit einigen Jahren verstärkt neue Tierarten ausbreiten. Die ökologischen Folgen dieser sogenannten Neozoen sind weitgehend unbekannt. Eingeschleppt wurden sie durch die Öffnung von Wasserwegen und die Handelsschifffahrt, wie der Neozoenforscher Patrick Steinmann sagte. Seit 2002 wurden im Bodensee vier neue Tierarten festgestellt, wie ein Sprecher des Umweltministeriums sagte.
So tauchte die ein bis anderthalb Zentimeter lange Donau-Schwebegarnele das erste Mal 2006 in der Bregenzer Bucht auf. Inzwischen gibt es sie in riesigen Schwärmen im ganzen Bodensee.
Auch der aus dem Kaukasus eingewanderte Höckerflohkrebs wurde im Bodensee festgestellt. Er vertilgt in rauen Mengen einheimische Flohkrebse, Wasserasseln und Wasserinsekten. Der zwei Zentimeter messende Fremdling ist vor sechs Jahren das erste Mal im Bodensee gesichtet worden.
Große Sorgen verursacht gegenwärtig die aus dem Schwarzmeer-Gebiet stammende Quagga-Muschel. Auf ihrem Vordringen rheinaufwärts - Richtung Bodensee - ist sie bereits in Karlsruhe angelangt. Das Schalentier lebt in der Tiefe und ist gefürchtet, weil es in großen Massen Ansaugschächte für das Trinkwasser verstopfen kann. Der Bodensee ist Trinkwasserspeicher für rund fünf Millionen Menschen.
Für diese Migration sind die Menschen verantwortlich: “Schuld daran ist die Mobilität im Wassersport, die Öffnung der Wasserwege und auch die Handelsschifffahrt”, sagte Experte Steinmann. Die Verschleppung der Organismen erfolge groß- und kleinräumig: einerseits durch Frachtschiffe, die außereuropäisches Ballastwasser ungefiltert in europäischen Häfen ablassen, andererseits durch die Öffnung von Wasserwegen wie im Fall des Rhein-Main-Donau Kanals.
Freizeitboote, die beispielsweise vom Bodensee in den Zürichsee oder in andere Gewässer wechselten, sorgten zudem für die kleinräumige Verteilung der fremden Organismen. Einige dieser Arten könnten sowohl im Süß- wie im Salzwasser leben.
Seit drei Jahren befasst sich das Forschungsprojekt Anebo - Aquatische Neozoen im Bodensee - mit den tierischen Neuzuzügern. In einem Zwischenbericht heißt es, dass das Neozoen bestimmt Auswirkungen auf das Ökosystem haben werde, jedoch seien die Folgen noch nicht absehbar.

22.08.2008

Kleinste Schlange der Welt entdeckt

Filed under: — site admin @ 3:06 pm

Sie ist zehn Zentimeter lang und so dünn wie eine Spaghetti-Nudel: Die kleinste Schlange der Welt lebt auf der Karibikinsel Barbados. Völlig unbekannt war das jetzt entdeckte Tier freilich nicht, so Spiegel Online.
Das braune Tier erinnert an einen Regenwurm, aber es gehört zu den rund 3100 bekannten Schlangenarten, die auf der Erde leben. Entdeckt wurde das Reptil vom US-Evolutionsbiologen Blair Hedges von der Pennsylvania State University in einem abgelegenen Waldstück auf der Ostseite der Karibikinsel Barbados. Es handle sich um die kleinste Schlange der Welt, schreibt Hedges im Fachblatt “Zootaxa”. Die zuvor unbekannte Art bekam den wissenschaftlichen Namen Leptotyphlops carlae.

11.07.2008

Große Wasserschlage im Medway River?

Filed under: — site admin @ 12:13 am

Mehrere Zeugen wollen im Medway River in der Grafschaft Kent ein bis zu zehn Meter großes, aalartiges Wesen gesichtet haben, so Grenzwissenschaft-Aktuell.
Wie der “Medway Messenger” berichtet, soll das Tier - so übereinstimmende Berichte von Augenzeugen - gegen die Strömung geschwommen sein. Obwohl einige glauben, dass es sich um eine Gruppe von kleinen Schweinswalen gehandelt haben könnte, wollen andere Zeugen mit Sicherheit nur ein einziges, schlangen- oder allförmiges Wesen von etwa zehn Metern Länge und grauer Farbe gesehen haben.
Auch der lokale Kryptozoologe Neil Arnold hat bislang noch keine Erklärung, will aber Verwechselungen mit bekannten Tieren, wie Aalen, Kleinwalen oder Seehunden bislang nicht ausschließen.
Bislang liegen noch keine Fotobeweise einer der Sichtungen vor.

03.07.2008

Aga-Kröten verursachen Todeswelle bei Süßwasserkrokodilen

Filed under: — site admin @ 6:24 pm

In den Umweltschutz-News steht, dass Aga-Kröten, eine invasive Art, eine Todeswelle bei den Süßwasserkrokodilen verursachen.
Forscher der University of Sydney haben einen teilweise massiven Bestandsrückgang bei den Australienkrokodilen (Crocodylus johnsoni) im Northern Territory beobachtet. Dafür verantwortlich macht die Gruppe um den Biologen Mike Letnic die giftige Aga-Kröte (Bufu marinus), die in den 1930er Jahren zur Schädlingsbekämpfung von Südamerika nach Nordaustralien eingeführt wurde und sich seitdem erschreckend schnell west- und südwärts verbreitet hat.
Beim Vergleich mit den Verbreitungsgebieten der Aga-Kröten, die ein auf viele Arten tödlich wirkendes Gift aus Drüsen an Kopf und Rücken ausscheiden, zeigte sich, dass überall dort, wo die “Invasionsfront” der Kröten durchgezogen war, eine enorme Todesrate bei den Krokodilen zu verzeichnen war.
Teilweise waren die Bestände seit dem Jahr 2005 um 77 Prozent zurückgegangen. Diese Zahlen sind für die Forscher sehr beunruhigend. Denn wenn Räuber wie das Australienkrokodil, das an der Spitze der Nahrungskette steht, verschwindet, könne dies “eine ganze Kaskade von Veränderungen im Ökosystem, die schwierig vorherzusagen sind” nach sich ziehen. Die Bestände von Waranen und einigen Schlangenarten hätten die Kröten bereits erfolgreich dezimiert.
Eine Verbindung zwischen der Verbreitung der Aga-Kröten und dem Massensterben der Australienkrokodile aufzudecken, habe sich allerdings als nicht ganz einfach erwiesen, berichtet Letnic. Da die Krokodile die Kröten relativ schnell verdauen sind nur selten Spuren auffindbar. Die “Todeswelle” habe sich aber mit der Krötenwanderung stromaufwärts bewegt, ein Indiz für den Zusammenhang. Zudem würden die Kröten und Krokodile oft in nächster Nähe zueinander gesichtet.
Angesichts der fehlenden Fressfeinde konnten sich die bis zu 26 Zentimeter langen und bis zu 2,5 Kilogramm schweren Aga-Kröten nach ihrer Einfuhr großräumig ausbreiten. Sie gewinnen jährlich 40 bis 50 Kilometer zusätzliches Terrain. Aus einigen tausend eingeführten Kröten, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung auf den australischen Zuckerrohrplantagen dienen sollten, sind Schätzungen zufolge nunmehr über 100 Mio. Tiere geworden. In einigen Landesteilen zählen die Kröten gar zu den häufigsten Wirbeltierarten. Versuche, die Ausbreitung der Amphibien zu stoppen, sind bisher erfolglos geblieben.

01.07.2008

Abholzung der Regenwälder schreitet ungebremst fort

Filed under: — site admin @ 3:36 pm

In den Jahren von 2000 bis 2005 sind insgesamt 27 Millionen Hektar Regenwald von der Erdoberfläche verschwunden, davon die Hälfte in Brasilien, schreibt die Süddeutsche Zeitung Online heute.
Trotz aller Programme, Aufrufe und Warnungen: Die Abholzung der Tropenwälder schreitet ungebremst voran. Wie Wissenschaftler aus Indonesien und den USA berichten, sind in den Jahren von 2000 bis 2005 insgesamt 27 Millionen Hektar Regenwald von der Erdoberfläche verschwunden. Das sind 2,4 Prozent des gesamten Tropenwaldes.
Damit sei die Abholzungsrate zu Beginn des 21. Jahrhundert noch genauso hoch wie in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Fläche des neu abgeholzen Regenwaldes ist größer als Großbritannien.
Besonders verheerend sei die Situation in Brasilien, berichten die Forscher um Matthew Hansen von der South Dakota State University in Brookings nach der Auswertung von Satellitendaten.
Fast 48 Prozent der insgesamt neu abgeholzten Fläche entfielen auf das südamerikanische Land ­ viermal mehr als auf Indonesien, das in der Liste der Länder mit den höchsten Waldverlusten als nächstes folgt, stellen die Forscher im Fachmagazin Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften fest.
Wie die Forscher weiter berichten, konzentriert sich die Abholzung auf bestimmte “Hotspots”: Außer Brasilien und Indonesien gehören unter anderem Nord-Guatemala, das östliche Bolivien und das östliche Paraguay zu diesen Hotspots. Nur gut fünf Prozent der abgeholzten Wälder entfielen hingegen auf Afrika.
Hansen und seine Mitarbeiter hatten Satellitenbilder mit geringer Auflösung mit hochauflösenden kombiniert. Das sei eine praktikable und zeitgleich kostengünstige Monitoring-Möglichkeit, mit der das Verschwinden der Wälder regelmäßig, sogar jährlich dokumentiert werden könne.
Da Wälder Kohlendioxid speichern, wirkt sich der Verlust der Tropenwälder nachteilig auf den globalen Kohlenstoffgehalt aus und beschleunigt den Klimawandel. Außerdem droht mit der Abholzung ein erheblicher Verlust der Artenvielfalt, da die Tropenwälder Lebensräume mit überdurchschnittlich hoher Artendichte darstellen.

Taucher sichten Riesenwels in Alabama

Filed under: — site admin @ 3:31 pm

Taucher, die eigentlich einen Damm im Walker County Lake inspizieren wollten, kehrten kurz nach dem Abtauchen völlig verängstigt zurück und waren auch nicht wieder ins Wasser zu bringen. Der Grund: Am Grund des Sees wollen sie einen gewaltigen Riesenwels von der Größe eines VW-Käfers gesehen haben und befürchteten, von dem Fisch verschluckt werden zu werden, so Grenzwissenschaft Aktuell.
Wie die Birmingham News berichtet, sind derartige Berichte nicht neu und weder auf den US-Bundesstaat Alabama, noch auf die USA begrenzt. Weltweit kommt es immer wieder zu Berichten von riesenhaften Welsen, deren Größe angeblich selbst Menschen gefährlich werden kann.
An der Existenz von Riesenwelsen hat selbst die Wissenschaft keinen Zweifel, fraglich ist jedoch, ob die Tiere tatsächlich derart bedrohliche Ausmaße annehmen können. Dass die Tiere versuchen alles zu verschlingen, was in ihren Schlund passt, ist ebenfalls anhand zahlreicher Fälle bekannt, wenn etwa selbst größere Wasservögel und kleinere Hunde bei lebendigem Leib verschlungen wurden. Bislang liegt jedoch noch kein bestätigter Bericht vor, in dem ein Mensch von einem Wels verschluckt worden wäre.
Der erst 1930 entdeckte chinesische Mekong-Riesenwels bringt es allerdings immer hin auf bis zu 320 Kilogramm Gewicht und eine Länge von bis zu 2,5 Metern. Entsprechende Exemplare sind jedoch weder in den USA noch in Europa bekannt. Laut den Birmignham News wog der größte in Alabama gefangene “Catfish” rund 55, das größte in den USA gefangene Exemplar 60 Kilo.
Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Berichten über gefräßige Riesenwelse – auch wenn sich diese bislang ebenfalls noch nie an Menschen vergangen haben sollen. Vielen in Erinnerung, ist sicherlich immer noch die Geschichte um “Kuno den Killerwels”, der im Sommer 2001 und für Aufsehen sorgte, als er einen Dackelwelpen im Volksgarten-Weiher von Mönchengladbach verschlungen haben soll. Die Geschichte der schockierten Hundebesitzerin wurde zunächst von vielen belächelt, bis dann Ende Juli tatsächlich ein 1,5 Meter langer und rund 50 Kilo schweres Exemplar tot an der Wasseroberfläche treibend vorgefunden und der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

28.06.2008

Kabeljaukollaps in der Nordsee

Filed under: — site admin @ 5:23 pm

Der Internationale Rat zur Erforschung der Meere (ICES), in dem 1600 Meeresexperten vertreten sind, hat heute empfohlen, den Kabeljaufang in der Nordsee komplett einzustellen, bis der Bestand sich erholt, so eine Pressemitteilung des WWF. Der WWF appelliert an die Fischereiminister der EU, die Warnungen der Wissenschaftler endlich ernst zu nehmen und die Fangquote auf Null zu setzen. Die Fischerei habe erneut bewiesen, dass sie mit den Meeresressourcen nicht verantwortungsvoll genug umgeht.
Die Nachricht kommt unerwartet, denn im vergangen Jahr waren erste Anzeichen für eine Erholung der Kabeljaubestände zu erkennen. Der ICES hielt daraufhin eine Fischerei in geringem Maße für vertretbar. „Offenbar war das für die Fischereiindustrie das Signal, die Bestände noch rücksichtsloser auszubeuten“, so Karoline Schacht, Fischereireferentin beim WWF Deutschland. Man fischte nicht nur zuviel, sondern vor allem viel zu viele kleine Fische. „Der Kabeljau geht beim Fang auf andere Arten wie Kaisergranat oder Schellfisch ins Netz. Hunderte Tonnen zu kleiner Exemplare werden dabei ungenutzt wieder über Bord geschmissen und nicht auf die Fangquote angerechnet“, so Karoline Schacht. Für den WWF ist es ein Skandal, dass der sogenannte Rückwurf derzeit ebenso hoch ist wie die Menge des angelandeten Kabeljaus. „Mit diesem verschwenderischen Raubbau bringt die Fischerei nicht nur den Kabeljau in Bedrängnis sondern sie begeht mittelfristig Selbstmord“, so Schacht.
Für den WWF ist es überfällig, in den Fischereien mit viel Kabeljau-Beifang umgehend auf technische Lösungen zu setzen. Viele davon sind bereits erprobt und können den Beifang erheblich reduzieren. So bald wie möglich müssten diese Lösungen zur Pflicht werden, um den Beifang in allen Fischereien zurückzufahren. Die EU-Minister dürften die wissenschaftlichen Empfehlungen nicht erneut ignorieren.

13.06.2008

Thunfische im Mittelmeer - Gejagt bis zur totalen Erschöpfung

Filed under: — site admin @ 4:23 pm

In der Süddeutschen Online findet sich heute ein langer Artikel über die Jagd auf Thunfische im Mittelmeer. Die EU-Kommission verbietet den industriellen Fang von Thunfisch im Mittelmeer. Das ist auch dringend notwendig, denn der Rote Thun steht am Rande der Auslöschung.

In der Dunkelheit wirkt die Kaimauer wie das Gerippe eines Urzeitfisches. Dutzende rostige Anker liegen herum. Ein paar Männer kommen auf alten knatternden Mopeds. Die Hafenstraße entlang, vorbei an der Fischfabrik und einer kleinen Kapelle. Die Ersten steigen in ihre Boote, lehnen an der Reling, gähnen und frösteln.
Es ist fünf Uhr früh und ungewöhnlich kalt für Anfang Juni. Dann kommt das Signal: alle da. Mit brummenden Dieselmotoren verlassen die Schiffe den Hafen. Vier hölzerne Kutter, etwa 50 Mann Besatzung, ein halbes Dutzend Beiboote im Schlepptau. Es ist die Thunfischflotte von Barbate.
Die Fangsaison an der südspanischen Atlantikküste geht bereits zu Ende, und wieder war es ein enttäuschendes Jahr. Kaum mehr als 6600 Thunfische gingen den Fischern seit Anfang Mai ins Netz.

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