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Tatsächlich sind
schon sehr viele Weichtierarten von dieser Erde verschwunden. Die IUCN
Red List 2007 hat 295 Weichtiere als ausgestorben gelistet seit dem
16. Jahrhundert. Bei den 295 Weichtieren handelt es sich um 258 Schnecken,
3 Schnecken-Unterarten und 31 Muschelarten sowie 3 Muschelunterarten.
Die zusätzliche Liste der IUCN enthält 254 Schneckenspezies,
5 Schneckensubspezies, 31 Muschelspezies und 3 Muschelsubspezies.
Besonders in den USA sind extrem viele Weichtiere ausgestorben. Die Hauptgründe
für das Aussterben sind Lebensraumzerstörung und Dammbauten
und die damit sich verändernden Wasserbedingungen. Weitere Gründe
sind auch die Verschmutzung des Lebensraums und die Einfuhr fremder invasiver
Spezies (z.B. Zebramuscheln). Diese Probleme sind allerdings nicht auf
die USA beschränkt - auf der ganzen Welt ist die Süßwasserfauna
gefährdet.
Das Verschwinden der Polynesischen Baumschnecken (Partula) in
den letzten 30 Jahren ist eines der dramatischsten Beispiele dafür,
wie gefährlich fremde eingeführte Spezies sein können.
72 % der Polynesischen Baumschneckenarten, die endemisch auf den Society
Islands waren, sind ausgestorben aufgrund der Einfuhr der Rosigen Wolfsschnecke
(Euglandina rosea). Vom Menschen wurde die Rosige Wolfsschnecke
als biologische Waffe gegen die ebenfalls eingeschleppten Großen
Afrikanischen Landschnecken (Achatina fulica) auf mehreren pazifischen
Inseln (Hawaii, Marianen, Polynesien) eingeführt. Anstatt die großen
Landschnecken zu fressen, die dort durch die Vernichtung größerer
landwirtschaftlicher Flächen zu einem Problem geworden waren, jagten
die Wolfsschnecken jedoch bevorzugt die kleineren endemischen Baumschneckenarten.
Heute sind viele Baumschneckenarten, mit Ausnahme einiger Populationen
in Zoos, ausgestorben.
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