Ausgestorbene Reptilien

Die IUCN Red List 2007 führt 30 ausgestorbene Reptilien, davon sind 23 in den letzten Jahren ausgestorben. Von diesen 23 sind 22 komplette Spezies und nur eine Subspezies, und zwar Geochelone nigra galapagoensis. Diese Supspezies gehört zu der vom Aussterben bedrohten Galapagos Riesenschildkröte. Mindestens eine Subspezies der Riesenschildkröten wird in diesem Jahrhundert noch aussterben, und zwar die Abingdon-Riesenschildkröte. Von dieser Art gibt es nur noch ein einziges ca. 100 Jahre altes Männchen in Gefangenschaft. Im Jahr 1906 gab es noch vier Exemplare dieser Unterart, der amerikanische "Biologe" Rollo Beck tötete jedoch drei davon um ihren Mageninhalt zu untersuchen.
Die meisten Reptilien sterben aufgrund der Lebensraumzerstörung, der Bejagung und durch die Einfuhr anderer Tierarten wie Katzen, Hunde oder Mangusten auf Inseln, aus. Eine der zuletzt ausgestorbenen Reptilienarten ist die Yunnan-Scharnierschildkröte. Diese war auf chinesischen Märkten als Nahrung und Verkaufsprodukt äußerst beliebt. Die letzte lebende Schildkröte dieser Art hat man in den 1930-Jahren gesehen, und seit 2001 führt IUCN die Art als ausgestorben.